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Korschenbroich
Sagen Sie mal, Marc Venten ... Kandidaten zur Sache

Marc Venten ... Kandidaten zur Sache
Er geht für die CDU ins Rennen und will neuer Chef im Rathaus werden: Marc Venten (37). FOTO: Ilgner Detlef
Korschenbroich. Marc Venten (CDU) und Albert Richter (SPD) kandidieren für das Bürgermeisteramt. Hier sind die Antworten auf fünf zentrale Fragen. Von Ruth Wiedner

Wie und wo wollen Sie sparen, damit die Stadt Korschenbroich als freiwillige Stärkungspakt-Kommune bis 2018 einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen kann?

Wir haben in den vergangenen Jahren bereits erhebliche Sparmaßnahmen durchgeführt. Gemeinsam mit Jüchen haben wir daher schon jetzt die geringsten Pro-Kopf-Ausgaben aller Kommunen im Rhein-Kreis. Da über 95 % unserer Ausgaben auf Pflichtaufgaben beruhen, ist kaum weiteres nennenswertes Einsparpotential vorhanden, wenn man nicht Turnhallen, Bürgerhäuser oder das Schwimmbad schließen will. Sparmöglichkeiten bestehen allenfalls noch im Bereich der Immobilienverwaltung und der interkommunalen Zusammenarbeit. Dennoch, wir sind derzeit auf gutem Weg, 2018 einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen.

Wie wollen Sie das aktuelle Schulproblem lösen – Stichwort geplatzte Gesamtschul-Kooperation mit der Stadt Kaarst?

Die Anmeldezahlen der Hauptschule deuten darauf hin, dass diese in absehbarer Zeit leider keine neue Eingangsklasse mehr wird bilden können. Das Dependance-Modell mit der Gesamtschule Büttgen wäre daher eine gute Lösung für unsere Hauptschüler gewesen. Leider gibt es aus Kaarst hierzu bislang keine positive Rückmeldung. Wir müssen daher andere Lösungen in Betracht ziehen. Denkbar ist z. B. eine Aufnahme der Hauptschüler an der Realschule, da diese Möglichkeit kürzlich durch das Land geschaffen wurde. Unsere Realschule und unser Gymnasium möchte ich in jedem Falle erhalten, da sie hervorragende Arbeit leisten.

Wie reagieren Sie auf die neue Initiative der Sportvereine, die eine zentrale Leichtathletik-Anlage bis 2020 von der Stadt einfordert?

Es ist richtig, dass unsere Leichtathletik-Anlagen nicht mehr den heutigen Anforderungen genügen. Ich begrüße daher die Initiative, da sich darin konkurrierende Sportvereine aus verschiedenen Stadtteilen zusammengefunden haben, um gemeinsam ein Ziel zu erreichen. Auch begrüße ich, dass die Initiative klargestellt hat, dass es nach ihrer Zielsetzung nur eine zentrale Leichtathletik-Anlage im Stadtgebiet geben soll, die von den Vereinen genutzt wird. Da wir Stärkungspakt-Kommune sind, müssen nun Politik und Verwaltung darüber beraten, in welchem Zeitrahmen sich die geäußerten Wünsche realisieren lassen.

Welche Mobilitätskonzepte braucht die Stadt Korschenbroich für die Zukunft?

Als ländliche Kommune werden unsere Bürgerinnen und Bürger immer auch auf das eigene Auto angewiesen sein. Mit dem Bürgerbus haben wir jedoch eine gute Ergänzung zum bisherigen Angebot des ÖPNV erhalten, die man gegebenenfalls noch ausbauen kann. Das Radwegenetz in unserer Stadt kann schrittweise noch optimiert werden, um unseren öffentlichen Verkehrsraum noch fahrradfreundlicher zu gestalten. Dazu gehört für mich auch die Einrichtung von "Tankstellen" für E-Bikes. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels müssen wir darüber hinaus unsere Stadt weitgehend barrierefrei ausbauen.

Ihre Vision für den Korschenbroicher Ortskern …

Viele Besucher unserer Stadt schwärmen von der Gemütlichkeit unseres Ortskerns. Ich möchte dafür sorgen, dass dieser Ortskern auch in zwanzig Jahren noch diese Identität bewahrt hat. Darüber hinaus möchte ich den Ortskern anhand des Wegmann-Konzeptes weiterentwickeln, das heißt, die Aufenthaltsqualität weiter steigern und eine bessere Anbindung zum Matthias-Hoeren-Platz, etwa durch eine Umgestaltung der unteren Sebastianusstraße, schaffen. Auch wenn die Versuche in der Vergangenheit mehrfach gescheitert sind, würde ich mir für unseren Ortskern einen funktionierenden Wochenmarkt wünschen.

 

(rp)
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