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Korschenbroich
Martinsmarkt fällt kleiner aus als sonst

Korschenbroich: Martinsmarkt fällt kleiner aus als sonst
Aus Sicht der Einzelhändler war der Martinsmarkt im historischen Ortskern (im Bild die Sebastianusstraße) ein Erfolg. Die meisten Aussteller konnten wetterbedingt jedoch nur in der ersten Tageshälfte viele Kunden bedienen. FOTO: detlef ilgner
Korschenbroich. Für die Organisatoren wird es immer schwieriger, Aussteller für einen Tag zu finden. Als es am Nachmittag anfing zu regnen, profitierten vor allem die Korschenbroicher Einzelhändler. Ein Höhepunkt für die Kinder war der Martinszug. Von Christian Kandzorra

Mit knapp 40 Ausstellern fiel der Martinsmarkt im historischen Ortskern von Korschenbroich gestern kleiner aus als sonst. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es noch 55 Aussteller gewesen, die ihre Waren rund um St. Andreas zum Kauf angeboten haben. Diesen Rückgang erklärt sich Organisator Hans-Willy Eßer, der selbst ein Sportgeschäft betreibt, unter anderem damit, dass immer weniger Händler mit qualitativ hochwertigen Waren dazu bereit wären, für nur einen Verkaufstag nach Korschenbroich zu kommen. "In Viersen findet zudem noch ein anderer Markt statt, bei dem auch das Kunsthandwerk im Mittelpunkt steht", sagte Eßer gestern.

Der Vize des City-Rings wird die Schwierigkeiten wohl auch mit Blick auf das 40-jährige Bestehen des Martinsmarktes, das in zwei Jahren gefeiert werden soll, noch einmal zum Thema in dem Einzelhändler-Zusammenschluss machen müssen. Das Geschäft für die Aussteller und die 35 Einzelhändler, die sich am verkaufsoffenem Sonntag beteiligten, lief aber gut - zumindest bis etwa 16 Uhr. Dann fing es an zu regnen, was viele Besucher von der Straße in die trockenen Läden der Geschäftsleute trieb.

Davon konnten viele Korschenbroicher Einzelhändler profitieren - auch City-Ring-Chef Christoph Kamper, der dem Andrang in seinem Schuhgeschäft nach einen großen Umsatz erzielt haben dürfte. "Wir sind sehr zufrieden mit dem Verkauf", resümierte Kamper am Nachmittag, während er einen Kunden nach dem anderen bediente. Ein paar Meter weiter, auf der Straße, berichtete der Mönchengladbacher Laternen-Verkäufer Norbert Müller, dass der einsetzende Regen gewirkt habe wie ein abreißender Faden. "Da sind natürlich schlagartig weniger potenzielle Kunden auf der Straße." Der Händler trug es trotzdem mit Fassung: "Das ist eben Pech. Aber ich hatte Glück, dass ich am Vormittag einige Laternen an Stammkunden verkaufen konnte, die gezielt zu meinem Stand kamen. Insofern hat es sich für mich trotzdem gelohnt, nach Korschenbroich zu kommen."

Doch es gab auch Händler, die von den kalten Temperaturen und dem einsetzenden Regen profitieren konnten. Dazu zählte das Ehepaar van Opbergen aus Neuss, das Hüte und Mützen verkaufte. "Viele Martinsmarkt-Besucher frieren an den Ohrläppchen", bemerkte Rita van Opbergen, kurz nachdem es anfing zu regnen. Die Neusserin kommt schon seit einigen Jahren mit ihrem Mann zum Martinsmarkt. Sie sind dort schon bekannt - ihre Kunden wissen, was die beiden anbieten. Am Stand der Bürgerinitiative für den Glasfaser-Ausbau in den nördlichen Stadtteilen gab es hingegen kein Produkt zum Anfassen: Acht Bürger warben dort für den Breitbandausbau durch die Deutsche Glasfaser. "Wir müssen noch immer sehr viel Überzeugungsarbeit leisten", sagte Thomas Ladwein von der Initiative. Es habe dennoch einige Interessenten gegeben, die sich vor Ort informierten. "Insofern hat es sich gelohnt, zum Markt zu kommen."

Spaß hatten vor allem die Grundschüler, die am Abend beim Martinsumzug mit durch den Ortskern gelaufen sind - wenn sie ihre selbstgebastelten Laternen wegen des regnerischen Wetters auch in Plastiktüten verpacken mussten. Einige Groß-Laternen waren zuvor in St. Andreas zu sehen.

Quelle: NGZ
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