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Korschenbroich
Maske für das Theater und Fernsehen

Korschenbroich. Christina Konnertz (24) aus Pesch schminkt jetzt Schauspieler und Nachrichtensprecher. Von Marion Lisken-Pruss

Die Frisur sitzt, die Augenbrauen sind gekämmt, die Haut ist gepudert und wirkt ebenmäßig: Die Nachrichtensendung kann beginnen. Dass Aussehen und Make-up der Nachrichtensprecher stimmen, dafür sorgen Maskenbildner. Christina Konnertz (24) aus Pesch ist eine von ihnen. Anfang Januar ist sie nach Stuttgart gezogen und hat ihre Stelle beim SWR-Fernsehen angetreten. "Ein Schreibtischmensch bin ich noch nie gewesen", sagt sie und beschreibt sich als kreativ und fantasievoll. Das sind passende Voraussetzungen, um Maskenbildnerin zu werden. Angefangen hatte alles mit einem Schülerpraktikum beim Theater Krefeld im Bereich Maske. Heute schminkt Christina Konnertz Gesichter, knüpft Perücken und Bärte oder erschafft Masken für Fantasiefiguren. Nach dem Realschulabschluss fühlte sie sich noch zu jung, um direkt nach Berlin zu gehen und dort ihre Ausbildung als Maskenbildnerin zu beginnen. Also hat sie eine Lehre als Friseurin absolviert. Das war bis vor einigen Jahren Voraussetzung, um überhaupt Maskenbildnerin werden zu können, und erleichtert immer noch den Einstieg in diesen Beruf.

Ein weiteres Jahr sollte vergehen, bis Christina Konnertz einen der begehrten Ausbildungsplätze bei Hasso von Hugo ergattern konnte. Dieser ist ein international anerkannter Maskenbildner, der Hollywoodgrößen wie Meryl Streep oder Christoph Waltz geschminkt hat und in Berlin eine Maskenbildnerschule unterhält. Während ihrer Lehrzeit konnte sie an der Komischen Oper in Berlin Erfahrungen sammeln. "Wir haben die Schauspieler hinter der Bühne betreut, Haare hochgesteckt und Perücken gewechselt", erzählt sie. Dem Theater blieb sie auch danach treu, als sie im August nach Radebeul an die Landesbühnen Sachsen wechselte. "Beim Theater verwenden wir viel Make-up, da wir beim Schminken und bei den Masken darauf achten, dass sie auch aus der Ferne und in den hinteren Sitzreihen wirken", sagt sie.

Anders sieht es beim Fernsehen aus: "Hier ist Detailarbeit gefragt", erläutert sie. Denn die Kamera fährt nah an die Gesichter heran und erfasst jede Einzelheit. In ihrer ersten Arbeitswoche beim SWR hat Christina Konnertz Nachrichtensprecher geschminkt - Frauen wie Männer. Dass sie als Berufsanfängerin eine Stelle beim Fernsehen bekommen hat, ist für sie eine tolle Sache. Einziger Wermutstropfen: Die Stelle ist wie so viele in dieser Branche befristet. Aber darin sieht sie auch eine Chance: "Ich möchte mich weiterentwickeln, viele Erfahrungen sammeln und Kontakte knüpfen."

Quelle: NGZ
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