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Korschenbroich
Millionen-Investition in Männerparadies

Korschenbroich: Millionen-Investition in Männerparadies
Im neuen Verkaufsraum: Die Geschäftsführer Ralf Kaufhold (links) und Michael Oleimeulen, ausgerüstet mit Heckenschere und Akkuschrauber. Ihr Geschäft soll in Zukunft noch weiter wachsen. FOTO: Kandzorra
Korschenbroich. Zwei Unternehmer haben jetzt den Sprung gewagt und neben dem Online-Vertrieb einen Einzelhandel eröffnet. Das Geschäft mit Werkzeug boomt in Korschenbroich: Bei "Arturus24" gehen am Tag bis zu 600 Bestellungen ein. Von Christian Kandzorra

Ralf Kaufhold und Michael Oleimeulen haben an der Fuggerstraße in Kleinenbroich ein Männerparadies geschaffen: Bei ihnen gibt es Werkzeug in allen Variationen - vom winzigen Ein-Millimeter-Bohrer bis hin zum 290-Kilo-Luftkompressor. Vor einem Jahr haben die beiden etwa zwei Millionen Euro in die Hand genommen, das letzte Grundstück im Gewerbegebiet ergattert und sich mit ihrem Werkzeughandel völlig neu aufgestellt. Ihre Idee: ein Einzelhandelsgeschäft für Werkzeuge sowie Arbeits- und Zunftkleidung für zum Beispiel Zimmerleute und Dachdecker zusätzlich zum normalen Internet-Verkauf schaffen. "Wir sind Onliner, die mit ihrem Angebot offline gehen", erzählt Ralf Kaufhold. Der Laden, in dem Kunden Waren direkt kaufen können, wurde jetzt offiziell eröffnet. Und die beiden Geschäftsführer sind sich sicher, dass er sich etablieren wird.

Das hat gute Gründe, denn die Geschäfte des Werkzeughandels "Arturus24" laufen gut - zumindest online. "Pro Tag bearbeiten wir zwischen 500 und 600 Bestellungen mit zusammengerechnet etwa 2500 Artikeln", nennt Ralf Kaufhold einige Zahlen. Auch im neuen Verkaufsladen bedienen sie immer mehr Kunden. "Es sind viele Korschenbroicher dabei, aber auch Leute aus Mönchengladbach, Neuss, Düsseldorf und Köln. Wenn es um spezielles Werkzeug oder besondere Maschinen geht, kommen sogar Kunden aus dem Ruhrgebiet zu uns nach Kleinenbroich", erzählt Michael Oleimeulen. Bis sich das Einzelhandelsgeschäft so richtig etablieren wird, würden aber noch einige Monate vergehen. "So realistisch sollten wir sein."

Noch sind nicht alle Regale in dem Geschäft bestückt, da denken die Geschäftsführer schon daran, sich künftig noch weiter zu erweitern - insbesondere das Lager soll noch ausgebaut werden. Das ist mit einer Fläche von 1400 Quadratmetern viermal so groß wie der Laden. "Wir haben aber zur Bahnlinie hin noch Platz und könnten uns theoretisch noch einmal um diese Größe erweitern. Unsere Lagerhalle ist so konstruiert, dass wir problemlos anbauen könnten. Uns liegen schon die Genehmigungen vor", erzählt Ralf Kaufhold.

Wenn es weiterhin so gut läuft, streben die Männer, die seit mehr als 30 Jahren befreundet sind, auch eine Filialisierung an. Als sie das alles in der neuen Lagerhalle erzählen, erinnern sie sich an ihre Anfänge. "Wir haben uns 2009 selbstständig gemacht. Damals haben wir unsere Waren noch in einem Gewächshaus gelagert, dessen Wände mit Holz verkleidet waren", sagt Michael Oleimeulen.

Inzwischen zählt das "Arturus"-Team rund 20 Mitarbeiter - und das Gewächshausthema ist längst vom Tisch. Auch auf externe Lager können die Geschäftsführer, die als Glaser beziehungsweise Kfz-Elektriker selbst handwerkliche Berufe gelernt haben, verzichten. "Das spart enorm viel Zeit beim Versand", sagen sie unisono. Die meisten Bestellungen würden noch am selben Tag verschickt.

Quelle: NGZ
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