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Korschenbroich
Musikschule begeistert im Konzert

Korschenbroich. 50 Jahre Musikschule werden mit einer Auftrittstour durch den Kreis gefeiert. Von Angela Wilms-Adrians

Die Musikschule des Rhein-Kreises ist "on Tour" und das mit gutem Grund: Der Hort für breit angelegte Förderung und Spitzenleistungen feiert sein 50-jähriges Bestehen. Die Konzerttour durch alle beteiligten Städte und Gemeinden hat in Korschenbroich begonnen. Bis November finden ebenso Kammer-, Fest- und Familienkonzert in Kaarst, Rommerskirchen, Jüchen und Grevenbroich statt.

"Wir haben unterschiedliche Schwerpunkte. Zur Spitzenförderung gehört, Talente früh zu erkennen und zu fördern. Die Wettbewerbserfolge bestätigen unser Konzept. In der Breitenförderung kooperieren wir mit Kindertagesstätten und Schulen, damit Kinder schon früh für sich ein Instrument und Möglichkeiten entdecken", sagte Musikschulleiterin Ruth Braun-Sauerwein.

In der Alten Schule in Korschnebroich zeigten Preisträger von "Jugend musiziert" beim Kammerkonzert Spitzenleistungen. In der Vorbereitungsphase auf den Landeswettbewerb überzeugten zum Beispiel Milan Thüer, Lisa Koenen, Alison Bankert und Valentin Bones als bestens eingespieltes Quartett.

Zum Festkonzert in der Aula des Gymnasiums standen Jugendsinfonieorchester, Cello- und Bass-Ensemble sowie Rockband auf der Bühne. Vize-Bürgermeister Albert Richter betonte: "Meine Tochter war auf der Musikschule, und meine Enkel werden vielleicht auch bald dorthin gehen. Die Musikschule gehört zu uns, und wir sind stolz auf sie." Er berichtete, dass nach den Anfängen mit 283 Schülern inzwischen mehr als 3.400 Kinder unterrichtet werden.

Das Cello-Ensemble bewies unter Theodor Pauß' Dirigat mit großer Spielfreude Sinn für witzige und einfühlsame Momente. So zauberte es etwa sanfte Staccati zu Barratiers Melodie "Vois sur ton chemin" und coole Spannung zum James Bond Thema. Unter Wilhelm Junkers Leitung zeigte das Jugendsinfonieorchester Temperament und Feingefühl. Atmosphärische Klangbilder aus Griegs "Morgenstimmung" fanden einen schönen Kontrast in Brahms' lebhaft sprühenden "Ungarischen Tanz".

Zunächst im Quartett kristallisierten die Kontrabassisten um Arne Diekow geschickt das amüsante Potenzial aus Schäfers "Ta-Ta-Ta-Ta" in Anspielung auf Beethoven heraus. Zum neunköpfigen Ensemble ergänzt, standen Bassisten unterschiedlichen Alters zusammen und beeindruckten mit der Präsenz ihrer Instrumente. Das Festkonzert endete mit einer Premiere: Zu Michael Bovies Arrangements von Hits aus den 50er Jahren sicherten sich Streicher im Verbund mit der Rockband anhaltenden Beifall. Die erste Station der Musiktour endete mit dem Familienkonzert.

Quelle: NGZ
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