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Korschenbroich
Neue Initiative kämpft für Sportstätten

Korschenbroich: Neue Initiative kämpft für Sportstätten
Die schlimmen Zustände der Sportanlagen wie hier im Waldstadion Korschenbroich haben die mitgliederstärksten Klubs veranlasst, aktiv zu werden. FOTO: SSV
Korschenbroich. Mit der Gründung der Korschenbroicher Initiative Zentrale Sportanlage setzen sich die fünf mitgliederstärksten Klubs mit dem Stadtsportverband für die Erneuerung der maroden Sportstätten ein. Erster Vorsitzender ist Günter Adrians. Von Thomas Grulke

Um 20.04 Uhr am Mittwoch war besiegelt, was Dirk Kartarius kurz zuvor schon als "historisch" bezeichnet hatte. "Wann hat es das schon gegeben, dass sich fünf zum Teil miteinander konkurrierende Vereine zusammentun, um sich für eine gemeinsame Sache einzusetzen", sagte der Vorsitzende des Stadtsportverbandes (SSV) Korschenbroich bei der Gründungsversammlung der Korschenbroicher Initiative Zentrale Sportanlage, kurz KIZS genannt. In den Sportfreunden Neersbroich, Teutonia Kleinenbroich, DJK Kleinenbroich, VfB Korschenbroich und dem KLC wollen sich die fünf mitgliederstärksten Sportklubs der Stadt gemeinsam mit dem SSV in dem neuen Verein für den Bau einer zukunftsfähigen Sportanlage im Stadtgebiet bis zum Jahr 2020 stark machen.

"Ein lockeres Bündnis hätte nur eine geringe Wirkung, wir wollen mit der Vereinsgründung aber ein Signal nach außen setzen. Und wir fordern nicht nur, sondern wir sind uns der Verantwortung bewusst, dass wir etwas für unser Anliegen tun müssen. In der KIZS wollen wir mit einer Stimme sprechen", sagte Kartarius. Den Fußballern und Leichtathleten ist der schlimme Zustand der Sportanlagen schon lange ein Dorn im Auge. Der VfB hatte gemeinsam mit dem KLC bereits das Gespräch mit Politik und Verwaltung gesucht - mit wenig Erfolg.

"Die Resonanz war überschaubar, das ist bezeichnend für den Stellenwert des Sports in der Stadt. Doch jetzt repräsentieren wir 2500 Mitglieder und können uns Gehör verschaffen", sagte der VfB-Vorsitzende Günter Adrians, der sich im Schulungsraum der Kleinenbroicher Dreifachturnhalle nun auch bereit erklärte, den Vorsitz in der KIZS zu übernehmen. Viele organisatorische Fragen wie die Internetpräsenz, die Öffentlichkeitsarbeit oder die Mitgliederwerbung müssten nun erst einmal intern besprochen werden. "Zu Beginn ist für uns sicherlich die Mund-zu-Mund-Propaganda sehr wichtig. Und eine der ersten Aufgaben wird sein, sich als neuer Verein bei Politik und Verwaltung vorzustellen. Wir wollen schließlich nicht gegen sie arbeiten, sondern mit beiden die neue zentrale Sportanlage verwirklichen", sagte Adrians.

Ein Konzept, dass die Erneuerung einer der beiden Leichtathletik-Anlagen sowie die Ausstattung der beiden Tennenplätze mit neuen Belägen zu einem Preis von etwa 1,3 Millionen Euro vorsieht, existiert bereits. "Das ist aber nichts Endgültiges, sondern wir wollen damit Diskussionen anstoßen", sagte Adrians. Zu entscheiden, ob die neue Anlage in Korschenbroich oder in Kleinenbroich realisiert wird, ist indes keine Aufgabe der KIZS. "Das ist ein Thema von Politik und Verwaltung. Es gibt Argumente für beide Standorte. Wichtig ist, dass eine zentrale Sportanlage nicht bedeutet, dass andere Anlagen geschlossen werden", sagte Kartarius. Zudem ist der neue Verein kein geschlossener Zirkel der mitgliederstärksten Klubs. "Diese Vereine sind nun mal direkt betroffen. Aber wir sind für jedes Mitglied offen. Und die erste Resonanz ist wirklich super", sagte Adrians.

Quelle: NGZ
 
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