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Korschenbroich
Neuer Kunstrasenplatz ist bald fertig

Korschenbroich. Das neue Geläuf von Teutonia Kleinenbroich nimmt allmählich Gestalt an. Gerade wird am Untergrund gearbeitet. Der Vorstand fordert, dass der DFB kleine Verein bei solchen Projekten unterstützt. In 15 Jahren ist der Platz abbezahlt. Von Christian Lingen

Hinter dem Rasenplatz von Teutonia Kleinenbroich quietschen gerade die Ketten eines Baggers, eine Walze planiert den Untergrund und Arbeiter verteilen Steine. Die Arbeiten am neuen Kunstrasenplatz des Vereins gehen zügig voran, sogar schneller als ursprünglich geplant. Schon am 4. August soll der Platz eröffnet werden. Den Vereinsvorstand freut das natürlich. "Wir bauen ja nicht nur einen Kunstrasenplatz, sondern gestalten auch das Gelände drumherum neu. Dazu gehören die Fanggitter, gepflasterte Wege rings um den Platz und eine neue Flutlichtanlage", sagt Teutonenchef Ullrich Stumpen. Außerdem soll eine kleine Blockhütte entstehen, aus der man Getränke verkaufen möchte.

700.000 Euro kostet die Baumaßnahme. 130.000 Euro davon muss der Verein selber aufbringen. In 15 Jahren soll der Betrag abbezahlt sein. Schon in 20 Jahren werden aber schon wieder 150.000 Euro fällig. Dann muss der Kunstrasenplatz eine neue Decke bekommen. Außerdem kommen jährliche Kosten für den Unterhalt von rund 20.000 Euro hinzu. Für einen kleinen Verein ist das ganz schön viel Geld. Darum ärgert sich Ullrich Stumpen über den Deutschen Fußballbund (DFB). "Bei uns im Amateurfußball wird die Basisarbeit geleistet. Vom DFB bekommen wir aber keinen Cent für solche Maßnahmen", schimpft er. Kunstrasenplätze seien heute wichtig, um Mitglieder zu binden und neue zu gewinnen. "In der Umgebung haben viele Vereine einen Kunstrasenplatz. Deshalb haben wir uns schon vor Jahren mit dem Thema befasst. Ein Kunstrasenplatz ist oft das entscheidende Kriterium, wenn es darum geht, in welchem Verein Eltern ihre Kinder anmelden.

Bei Teutonia Kleinenbroich wird der neue Platz künftig von der Jugend genutzt. "Unsere erste Mannschaft wird ihre Meisterschaftsspiele auf dem normalen Rasenplatz austragen", sagt Vorstandsmitglied Hans-Josef Kampers. Der Kunstrasenplatz ist aber nicht nur eine Anschaffung, die inzwischen Standard wird. Der Platz soll auch dazu dienen, dass sie Stimmung im Verein stimmt. So dürfen sich zum Beispiel die Eltern darüber freuen, dass ihre Kinder nicht mehr staubig oder vermatscht vom Aschenplatz nach Hause kommen. Ein Kunstrasenplatz ist deutlich sauberer. Drainagen sorgen dafür, dass das Wasser abfließt.

Große Sponsoren gibt es bei Teutonia Kleinenbroich nicht. Um das Geld für den neuen Kunstrasenplatz zusammenzubekommen, müssen also andere Wege gegangen werden. Deshalb wurden die Mitgliedsbeiträge erhöht. Am Samstag, 8. Juli, veranstaltet der Verein ein Entenrennen auf dem Jüchener Bach. Der Erlös der Veranstaltung fließt in den neuen Kunstrasenplatz. Außerdem gibt es im Eingangsbereich der Sportanlage eine große weiße Tafel. Jeder, der mag, kann beim Verein ein kleines blaues Trikot zum Aufkleben erstehen, das dort angebracht wird und den Namen des Spenders zeigt. "Das hilft uns weiter und es fördert das Wir-Gefühl", sagt Ullrich Stumpen, der sich klar ist, dass sich der Verein in den kommenden Jahren keine weiteren großen Anschaffungen wird leisten können.

Quelle: NGZ
 
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