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Korschenbroich
Neun Obdachlose leben in der Stadt Korschenbroich

Korschenbroich. Die SPD-Fraktion hatte der Verwaltung einen Fragenkatalog zum Thema "Obdachlosigkeit" vorgelegt. Sozialdezernent Thomas Dückers berichtete dazu im Sozialausschuss - zum Beispiel, dass zum 31. Dezember vergangenen Jahres neun Obdachlose in der Stadt lebten und dass sich keine Kinder darunter befinden."Die Zahl stagniert seit Jahren auf einem niedrigen Niveau", so Dückers.

Warum stehen Menschen in Korschenbroich plötzlich ohne ein Dach über dem Kopf da? "Die Gründe sind uns nicht bekannt, ich vermute, dass die Mieten nicht bezahlt wurden", erklärte der Dezernent. Die Leistungsträger würden vom Gericht informiert, wenn eine Zwangsräumung ansteht. Sind Kinder betroffen, bekommt auch das Jugendamt eine entsprechende Information. "Wie lange dauert in der Regel der Aufenthalt in einer der städtischen Schlichtwohnungen?", wollte die SPD-Fraktion wissen. Hier hatte Thomas Dückers nichts Erfreuliches zu berichten: "Häufig bleiben sie bis zu ihrem Ableben wohnen - viele Betroffene sind bereits im fortgeschrittenen Alter und nicht in der Lage, eine Wohnung anzumieten." Es gelinge nur wenigen, eine eigene Wohnung zu mieten und ohne städtische Betreuung sowie Unterstützung auszukommen. In Glehn gibt es zwölf und in Drölsholz sechs Schlichtwohnungen für Obdachlose. Diese bieten insgesamt Platz für etwa 60 Menschen. Da es nur neun Obdachlose in Korschenbroich gibt, können dort auch Flüchtlinge untergebracht werden.

(barni)
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