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Korschenbroich
Öko-Waschstraße für 2,6 Millionen Euro

Korschenbroich: Öko-Waschstraße für 2,6 Millionen Euro
So soll die Waschstraße von Stefan Gerrits aussehen. Im roten Trakt befindet sich die 55 Meter lange Indoor-Waschstraße, rechts daneben ist der Servicebereich mit Kundenraum sowie die Staubsaugerplätze. FOTO: Carwash Deluxe
Korschenbroich. Der Niederländer Stefan Gerrits investiert 2,6 Millionen Euro an der Robert-Bosch-Straße. Anfang Oktoberwill er die Waschstraße mit einer umweltschonenden Wasseraufbereitungsanlage eröffnen, wie er sagt. Von Silvana Brangenberg

Wo derzeit noch Bagger und Bauarbeiter auf dem 7000 Quadratmeter großen Gelände an der Robert-Bosch-Straße ihre Arbeit verrichten, sollen Anfang Oktober Autos gewaschen werden können. Der Niederländer Stefan Gerrits baut auf dem ehemaligen Areal von Opel Dresen, auf dem früher die Werkstatt stand, eine 55 Meter lange Indoor-Waschstraße mit einer, seiner Darstellung nach, umwelt- und ressourcenschonenden Wasseraufbereitungsanlage.

Korschenbroichs Wirtschaftsförderin Stefanie Bössem sagt: "Das Angebot hat uns nicht zuletzt wegen des umweltbewussten Konzeptes überzeugt. Für das Gewerbegebiet ist es - neben dem Rewe-Markt und anderen - eine Aufwertung." So können die Einen in Ruhe einkaufen gehen, während sich andere Familienmitglieder um die Autopflege kümmern. Investor Stefan Gerrits betreibt bereits seit 2012 auf dem Gelände ein Geschäft für Aluminiumsysteme wie zum Beispiel Wintergärten, Carports und Terrassendächer.

Der Unternehmer hat großes Potenzial in dem Standort "Robert-Bosch-Straße" gesehen und war auf der Suche nach einem "Nischenprojekt" für Korschenbroich. Gefunden hat er es schließlich in der XXL-Waschstraße. "Die Lage ist ideal für das Vorhaben. Mit der Landstraße 283 und der Rochusstraße fahren hier fast täglich 44.000 Pendler vorbei", begründet der Unternehmer seine Entscheidung. Dafür fährt er selbst jeden Tag 90 Kilometer von Venlo in den Rhein-Kreis und wieder zurück.

120.000 Autowäschen sollen im Jahr mit der neuen Indoor-Waschstraße möglich sein. Besonders stolz ist er auf das ressourcenschonende System, das dahinterstecke. 14 unterirdische Wasserbecken mit einem Fassungsvolumen von insgesamt 120.000 Litern sorgen laut Gerrits für eine biologische Wasseraufbereitung. Der benötigte Frischwasseranteil liege bei lediglich 25 Litern je Fahrzeug. "Konventionelle Waschanlagen verbrauchen pro Auto bis zu 300 Liter Frischwasser. Mithilfe unserer innovativen Wasseraufbereitungsanlage können wir über 95 Prozent des benötigten Wassers recyceln", sagt Gerrits. Neu ist laut des Unternehmers auch, dass schon während der Vorwäsche Aktivschaum gegen den Schmutz verwendet wird. Neben der 55 Meter langen Textilwaschstraße wird es laut gerrits noch sechs überdachte SB-Waschboxen und 28 Staubsaugerplätze sowie einen Servicebereich für Handwäsche und Polierarbeiten geben.

Weil Gerrits eigentlich aus der Immobilienbranche kommt, hat er sich professionelle Hilfe für die Umsetzung seiner Geschäftsidee gesucht: Karl-Johannes Scheepers hat in Düsseldorf 15 Jahre als Manager eines Waschstraßen-Betreibers gearbeitet. Sein Know-how will er nun in Korschenbroich einbringen. Derzeit suchen sie noch eine Verkäuferin für den Empfang.

Quelle: NGZ
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