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Korschenbroich
Ortseinfahrt wird für zwei Millionen ausgebaut

Korschenbroich: Ortseinfahrt wird für zwei Millionen ausgebaut
Der Landesbetrieb NRW will den Knotenpunkt L 31/L 381 entzerren: Mit dem Ausbau soll 2019 begonnen werden, die Fertigstellung ist für 2020 vorgesehen. FOTO: Titz
Korschenbroich. Der Landesbetrieb will den Verkehrsknotenpunkt an der westlichen Ortseinfahrt Korschenbroichs ausbauen. 2020 soll alles fertig sein. Von Ruth Wiedner-Runo

Die ersten Überlegungen, den Kreuzungsbereich der L 381/L 31 zu verbreitern, liegen exakt zehn Jahre zurück. Der vierspurige Ausbau der Korschenbroicher Straße (L 381) endete damals auf Mönchengladbacher Seite Höhe der Volksbadstraße. Damit zerplatzte die Hoffnung auf eine Verbesserung im viel befahrenen Ortseingang wie eine Seifenblase. 2011 blieb es bei einem zweiten Versuch. Im dritten Anlauf soll es jetzt allerdings gelingen. "Der Ausbau steht in der Priorisierungsliste des Verkehrsministeriums mittlerweile auf Grün", erklärte Thomas Utsch, Projektleiter des Landesbetriebs Straßenbau NRW, gestern auf Anfrage unserer Redaktion.

Dass der Kreuzungsbereich längst nicht mehr leistungsfähig ist, dokumentiert die Einstufung von Verkehrsexperten mit der "Note F". "Das ist die schlechteste Bewertung, die es in der Skala überhaupt gibt", erläutert Utsch und unterstreicht damit einmal mehr, den dringenden Änderungsbedarf.

"Richtig eng wird's dort im Berufsverkehr", sagt Britta Petersilie-Koch und spricht ganz gezielt die täglichen Zeitspannen von 7 bis 9 und von 16 bis 17 Uhr an. Sie ist bei Straßen.NRW für die Planung des Ausbaus für den Korschenbroicher Knotenpunkt L 381/L 31 zuständig. Der Kreuzungsbereich soll "aufgeweitet" werden. Der Landesstraßenbetrieb plant für den westlichen Ortseingang Korschenbroichs mit zwei Geradeausspuren und mehreren Abbiegespuren. Doch bis die mit 2,1 Millionen Euro kalkulierte Straßenbaumaßnahme umgesetzt werden kann, wird es noch etwas dauern. Utsch hält als Baubeginn das Frühjahr 2019 für realistisch. Für die Umsetzung kalkuliert der Projektplaner nochmals weitere zwölf Monate. Voraussetzung sei aber auch, dass die Stadt Korschenbroich die planerischen Bedingungen schaffe, verdeutlicht der Projektleiter. Und genau damit will sich der Ausschuss für Stadtentwicklung und Planung am morgigen Donnerstag (ab 18 Uhr, Ratssaal) in seiner öffentlichen Sitzung befassen.

Um ein langwieriges Planfeststellungsverfahren zu vermeiden, ist der Landesbetrieb Straßenbau bereits vor Monaten mit der Bitte an die Stadt Korschenbroich herangetreten, einen Bebauungsplan für den Knotenpunkt L31/L381 aufzustellen.

"Wir machen den Weg frei mit dem Aufstellungsbeschluss für den erforderlichen Bebaungsplan", bestätigt Georg Onkelbach auf Anfrage unserer Redaktion. Für den Technischen Beigeordneten ist das aus städtischen Sicht der erste Verfahrensschritt vor der frühzeitigen Bürgerbeteiligung.

Wenn alles ganz reibungslos verläuft, kalkuliert Georg Onkelbach mit einem knappen Jahr, bis der Stadtrat den Satzungsbeschluss fassen kann. "Wir begrüßen den geplanten Ausbau des Knotenpunktes und sind bestrebt, den Landesbetrieb Straßenbau in unseren Möglichkeiten zu unterstützen", sagt der Technische Beigeordnete. Schließlich sei die überfällige Maßnahme ganz im Sinne der Stadt Korschenbroich und auch für das neue Baugebiet "An der Niers-Aue" von entscheidender Bedeutung, meint Onkelbach.

Quelle: NGZ
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