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Korschenbroich
Pescher Friedhof soll Urnenstelen bekommen

Korschenbroich. Hans-Willi Türks von der CDU möchte, dass die Pescher ihrem Ortsteil auch über den Tod hinaus treu bleiben können. Aus diesem Grund beantragte er jetzt im Gemeinsamen Betriebsausschuss für die städtischen Eigenbetriebe "Städtischer Abwasserbetrieb" und "Stadtpflege" das Errichten von Urnenstelen auf dem Pescher Friedhof. "Die Bestattungskultur hat sich dramatisch verändert, die früher übliche Erdbestattung wird immer seltener gewählt", sagte Türks und fügte hinzu: "Der Trend geht zu pflegearmen Beerdigungsformen."

In Korschenbroich, Glehn und Kleinenbroich gebe es bereits Urnenstelen, in Liedberg gibt es die Einsegnungshalle. Und in der Nachbarstadt Mönchengladbach die Grabeskirche. Der Prüfauftrag der CDU stieß auf positive Resonanz. "Es muss ein würdiger Platz gefunden werden", sagte Ulrich Afflerbach von der SPD. Hanns-Lothar Endell (Die Aktive) sagte, dass er Fremdbestattungen nicht so eng sehe. Die CDU möchte allerdings, dass die Urnenstelen auf dem Pescher Friedhof vorrangig für Pescher Bürger errichtet werden.

Die Korschenbroicher Verwaltung konnte noch keine Aussage über die mögliche Gebühr für diese Bestattungsform treffen. Fest steht, dass eine Stele rund 3000 Euro kostet und Platz für sechs Urnen bietet. Der zuständige Beigeordnete Georg Onkelbach kündigte an, dass die Gebühr auf jeden Fall konkurrenzfähig sein werde. Der Ausschuss beschloss einstimmig, dass ein Ortstermin auf dem Pescher Friedhof vereinbart wird. Dort sollen Politik, Verwaltung und interessierte Bürger aus Korschenbroich gemeinsam die Standortfrage klären.

(barni)
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