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Korschenbroich
Pläne für "Niers-Aue" werden konkreter

Korschenbroich. Am Stadtrand wird das neue Wohngebiet entwickelt. Verläuft alles optimal, kann schon im Herbst 2017 gebaut werden. Im Westen Korschenbroichs sollen Häuser und Wohnungen für mehr als 1000 Menschen entstehen. Von Ruth Wiedner-Runo

In zwei zeitlich versetzten Schritten soll das neue Baugebiet "An der Niers-Aue" im Westen Korschenbroichs erschlossen werden. Die Offenlage ist jetzt beendet. Bereits am kommenden Dienstag soll der Stadtrat über die Vermarktung von stadteigenen Grundstücken zum Bau von Mehrfamilienhäusern entscheiden.

"Verläuft alles optimal, könnten schon Mitte Februar die Kanal- und Straßenbauer durchstarten", spricht der Technische Beigeordnete Georg Onkelbach den möglichen Zeitplan für die anstehende Erschießung an. Bis dann allerdings die ersten Häuslebauer aktiv werden, braucht es noch etwas Zeit. Onkelbachs vorsichtige Schätzung: "Bis Herbst 2017."

Auf dem 19,6 Hektar großen Areal sollen zeitlich versetzt Häuser und Wohnungen für mehr als 1000 Menschen entstehen. Gestern Morgen wurden im Liegenschaftsausschuss zunächst die Richtlinien für den Verkauf stadteigener Grundstücke zum Bau von Mehrfamilienhäusern verabschiedet.

Gerade einmal sieben Minuten benötigten die Politiker, um über die von der "Steuerungsgruppe Baulandmanagement" erstellten Richtlinie abzustimmen. "So vorzugehen, das war unser Wunsch", betonte Paul Jahny (SPD). Ihm war dabei aber wichtig, dass in den Richtlinien die Bezeichnung "sozialer Wohnungsbau" gegen "öffentlich geförderter Wohnungsbau" ausgetauscht werde. Und Wolfgang Houben (Grüne) merkte dazu noch an: "Wenn wir als Stadt sozialen Wohnungsbau fördern wollen, müssen wir auch sicherstellen, dass die Förderung greift und nicht ein beliebiger Investor das Grundstück wegkauft." Es soll künftig - auch für das Kleinenbroicher Baugebiet "Holzkamp-West" - exakt die Quote festgelegt werden.

Für Georg Onkelbach eine klare Angelegenheit: "Wenn wir was vermarkten, geben wir als Stadt auch die Bedingungen vor." Allerdings räumte der Beigeordnete auch ein: "Wir kennen den genauen Bedarf noch nicht. Die Wohnungsmarktanalyse ist in Vorbereitung und für das nächste Frühjahr vom Rhein-Kreis Neuss zugesagt."

Bereits am Donnerstagabend stimmte der Betriebsausschuss dem entwässerungstechnischen Erschließungsplan für das Baugebiet "An der Niers-Aue" zu. Thomas Kochs hatte zuvor für den Städtischen Abwasserbetrieb die Details zum geplanten Trennsystem erklärt. Zu diesem Zweck muss sowohl für das Schmutzwasser eine Pumpstation errichtet werden als auch für das Niederschlagswasser.

"Alle technischen Voraussetzungen sind bedacht und erfüllt", versicherte der Technische Betriebsleiter gegenüber dem Fachausschuss. Und mit Blick auf die zulässigen Einleitungsmengen, die vom Niersverband offiziell festgelegt werden, erklärte Thomas Kochs: "Nach Intervention des Abwasserbetriebes wurde die Einleitmenge auf zehn Liter pro Sekunde beschränkt." Die konkrete Abstimmung mit dem Niersverband, der Unteren Wasserbehörde des Rhein-Kreises und mit der Bezirksregierung stehe aber noch aus.

Quelle: NGZ
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