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Korschenbroich
Premierenlesung mit Jutta Profijt

Korschenbroich. Korschenbroicher Autorin gewährt erste Einblicke in ihre neue WG.

Jutta Profijt lebt seit fünf Jahren in Korschenbroich. Was lag da näher, als ihr neues Buch in ihrer Wahl-Heimat vorzustellen? In der Buchhandlung Barbers las sie aus ihrem Roman "Zusammen ist (k)ein Zuckerschlecken". Es handelt ist dabei um den zweiten Teil einer geplanten Trilogie.

Jutta Profijt ist 49 Jahre alt, arbeitete als Groß- und Einzelhandelskauffrau und Übersetzerin und hat in den zurückliegenden 13 Jahren schon so viel geschrieben. So viel, dass sie gar nicht mehr genau weiß, ob "Zusammen ist (k)ein Zuckerschlecken" jetzt ihr 21. oder ihr 22. Buch ist. Fest steht, dass Band 1 der Trilogie "Allein kann ja jeder" heißt und dass sie mit ihren Lokal-Krimis sehr erfolgreich ist. Die beiden letzten Bücher sind zwar Romane, aber spannend sind sie auch. Jutta Profijt verriet natürlich noch nichts, sondern machte ihr Publikum neugierig. Die Besucher - es waren 30 - lernten die Hauptpersonen in groben Zügen kennen und erfuhren, worum es im Kern geht: Da hatte sich eine Wohngemeinschaft in einer alten Villa in Kaiserswerth etabliert, bestehend aus sehr unterschiedlichen Menschen.

Das gibt der Autorin Raum, ein genaues Bild von den Protagonisten zu zeichnen und den Leser entscheiden zu lassen, wem seine Sympathien gehören. Es ist keine gewöhnliche Wohngemeinschaft, im Grunde wurde das Haus besetzt, die Bewohner wollten in eine Eigentumswohnung investieren und waren um ihr Geld geprellt worden. Eine schillernde Persönlichkeit ist Konrad - der Senior war einst ein erfolgreicher Unternehmer und sorgt in der WG für eine Wohlfühlatmosphäre, ist sich für keine Arbeit zu schade. Er trägt einen etwas antiquierten Klubblazer - und es ist ihm gelungen, aus Dubai 1,2 Millionen Euro zurückzuholen - Geld, das für den Kauf der Wohnungen bestimmt war. Rosa, eine ebenso betagte wie resolute und vor allem unkonventionelle Frau hat einen Plan, wie man dieses Geld "waschen" kann.

Jutta Profijt las unter anderem die Stelle vor, wo die Seniorin in der Gewerbemeldestelle vorspricht, um ein Gewerbe als Prostituierte anzumelden. Rosas Begründung der Sachbearbeiterin gegenüber: "Die Rente ist auch nicht mehr das, was sie einmal war."

(barni)
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