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Korschenbroich
Sanierung von St. Marien verzögert sich

Korschenbroich: Sanierung von St. Marien verzögert sich
Der Blick von oben in die Baustelle St. Marien. FOTO: titz
Korschenbroich. Der Pescher Pfarrkirche fehlt das Dach: Das Gotteshaus präsentiert sich aktuell als Großbaustelle. Die aufwendige Sanierung verzögert sich. "Wir werden Weihnachten noch nicht in der Kirche feiern können", sagt Johannes Kronen. Von Ruth Wiedner

Für Johannes Kronen hat der tägliche Wetterbericht an Bedeutung gewonnen. Dabei spielt der Griff nach dicker oder dünner Jacke nur eine untergeordnete Rolle. Der geschäftsführende Kirchenvorstandsvorsitzende hat beim Blick gen Himmel immer die Pfarrkirche St. Marien vor Augen. Das Gotteshaus steht derzeit ohne Dach da. Es wird aufwendig saniert. Grund für diese Aktion war eine angerostete Dachkonstruktion, die laut Kronen keinen Aufschub duldete.

Jetzt macht den Verantwortlichen das regnerische Wetter zu schaffen. "Wir müssen mit leichten Verzögerungen rechnen", erklärt Kronen auf Anfrage gegenüber unserer Redaktion. Die Pfarrkirche sollte zunächst für fünf Monate für die Besucher gesperrt werden. Kronen war nach Rücksprache mit den Handwerkern auch zuversichtlich: "Weihnachten 2015 werden wir wieder in unserer Pfarrkirche feiern." Gestern stellte er dann mit großem Bedauern fest: "Den Termin werden wir wohl nicht halten können."

Nicht nur der Regen bringt die Arbeiten an der Kirche ins Stocken. Zu einer ersten Verzögerung kam es bereits Anfang August. Geplant war zunächst, sowohl die Orgel als auch die komplette Orgelbühne mit einer Schutzhaut witterungsfest zu überziehen. Die Verantwortlichen von Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat haben sich aber kurzerhand für eine Einrüstung entschieden. "Etwa 50 Prozent der Dachfläche sind mit einem Gerüst abgedeckt, um so die Orgel besser zu schützen", erklärt Kronen. Dass es zwischenzeitlich immer wieder in das ausgeräumte Gotteshaus hereinregnet, war eingeplant. Und so stellt er entspannt fest: "Der Boden trocknet auch rasch wieder ab."

Wie lange die Kirche noch ohne Dach auskommen muss, kann Kronen derzeit nicht abschätzen: "Es müssen auf die Seitenwände noch Mauerbalken betoniert werden, erst dann kann der neue Dachstuhl aufgesetzt werden." Im nächsten Schritt geht's dann an den Innenausbau. "Die niedrige Decke fällt weg", sagt Kronen und freut sich schon jetzt auf den neuen Blick bis in die Deckenspitze. Eine vergleichbare Konstruktion können die Gläubigen in der Pfarrkirche in Eschweiler-Dürwiß ansehen. Neue Lampen, eine moderne Technik und ein Innenanstrich in Weißtönen soll die Pescher Pfarrkirche künftig heller, größer und freundlicher wirken lassen. Wie genau die Pfarrkirche ausgestattet wird, ist aber noch offen. Pfarrer Marc Zimmermann, Architekt Frank Hespers und Johannes Kronen haben im Oktober einen Termin mit einem Fachmann vom Bistum Aachen. "Danach wissen wir mehr", prognostiziert Kronen.

Die komplette Sanierung ist mit 400.000 Euro angesetzt. Das Bistum trägt 65 Prozent der Kosten.

Quelle: NGZ
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