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Korschenbroich
Sasserath investiert fünf Millionen Euro

Korschenbroich: Sasserath investiert fünf Millionen Euro
SYR Sasserath investiert an der Mühlenstraße fünf Millionen Euro: Prokuristin Elisa Sasserath-Kentsch und Mitgesellschafter Willi Hecking sind mit dem Baufortschritt zufrieden. Die Maßnahme soll zum Jahresende abgeschlossen sein. FOTO: D. Ilgner
Korschenbroich. Der Sicherheits- und Regelarmaturen-Hersteller erweitert den Hauptsitz in Korschenbroich um ein Schulungszentrum und eine Halle. Von Ruth Wiedner

Die Firma Sasserath ist mit Korschenbroich eng verbunden. Das Familienunternehmen wechselte bereits 1967 mit seinem Firmensitz von Rheydt in die Nachbarstadt. Der Kauf einer ehemaligen Tuchfabrik machte den Umzug an die Mühlenstraße möglich. Das Traditionsunternehmen, das im Vorjahr sein 75-jähriges Bestehen feierte, hat sich weltweit in Sachen Wasser-Management einen Namen gemacht. Dass Sasserath auch künftig die Kunden weiter von Korschenbroich aus bedienen wird, ist amtlich. "Wir vergrößern uns und bauen so unseren Hauptsitz aus", sagt Willi Hecking. Die Investitionssumme benennt der Geschäftsführer und Mitgesellschafter der SYR Hans Sasserath GmbH & Co. KG mit fünf Millionen Euro.

Und was passiert an der Mühlenstraße? Das ist für Willi Hecking schnell erzählt: "Wir investieren in zwei Schritten. Wir bauen ein Schulungsgebäude und eine Lagerhalle." Der Neubau soll die alte Halle ersetzen. Sie stammt aus den 50er Jahren und entspricht nicht mehr den modernen Anforderungen. Der Hallenkomplex wird im Juni abgerissen. Die neue Halle hat eine Grundfläche von 3500 Quadratmetern und wird bis zum Jahresende fertiggestellt. Bereits im August will Willi Hecking das neue Schulungsgebäude in Betrieb nehmen. Parallel zur Mühlenstraße entsteht derzeit auf 1200 Quadratmetern ein zweigeschossiger Komplex. Während für das Obergeschoss zehn neue Büroeinheiten für 40 Sasserath-Mitarbeiter geplant sind, wird das Erdgeschoss künftig ausschließlich für Schulungen genutzt.

Die SYR Sasserath GmbH und Co. KG hat sich zu einem Spezialisten für Heizungs- und Sanitärarmaturen entwickelt. Mehr als 150 Patente hat das Korschenbroicher Unternehmen angemeldet. Den weltgrößten Innovationspreis "Plus X Award" gab's unter anderem im Juni 2013 für den "Ionentauscher", der Wasser besonders weich macht und zudem Energie einspart. "Unser neues Programm, SYR Connect, bringt Intelligenz in die Hausinstallation", schwärmt Hecking von einem vernetzten Trinkwasser-Management. Eine App, aufs Smartphone geladen, kann überall jederzeit die Situation im eigenen Zuhause erklären. Leckageschutz, Wasserbehandlung, Hygienekontrolle oder Heizungsüberwachung sind Stichworte, die Willi Hecking dazu aufzählt. "Auf diese Weise können die Nutzer auch größere Wasserschäden vermeiden", nennt Hecking einen weiteren Vorzug der Neuentwicklung, mit der Sasserath im zweiten Jahr am Markt ist. "Wir sind technologisch führend und gehören zu den größten Playern in unserer Branche", hatte Firmen-Chef Harald Sasserath beim Jubiläum 2014 gesagt. Und damit das so bleibt, investiert das mittelständische Familienunternehmen fünf Millionen Euro. Insgesamt hat SYR 350 Mitarbeiter, davon zurzeit 230 am Hauptsitz. Zur SYR-Gruppe gehören Fertigungs- und Vertriebsteams in Polen, Russland, China, Belgien und Südafrika.

Quelle: NGZ
 
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