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Korschenbroich
Schützen weichen nach der großen Parade ins Festzelt aus

Korschenbroich: Schützen weichen nach der großen Parade ins Festzelt aus
Zapfenstreich im Festzelt: Nach der Parade am Marktplatz sind die Schützen wegen des Regens umgezogen. Drei Doppelkapellen spielten mit. FOTO: jörg knappe
Korschenbroich. Die Liedberger Schützen ließen sich gestern bei der großen Parade im historischen Ortskern nicht vom Dauerregen beeindrucken. Mehr als 400 Schützen und weitere rund 100 Musiker erwiesen der Schützen-Prominenz auf der Tribüne am Marktplatz eine große Ehre - allen voran dem Liedberger Königspaar Severin Baumeister und Vera Beuels sowie den Ministerpaaren Georg und Sylvia Schütze und Friedel und Anna-Maria Schwatze.

In diesem Jahr fällt die Parade wegen der vielen Jubiläumsgäste deutlich größer aus. "Deshalb haben wir drei Doppelkapellen arrangiert", sagte Brudermeister Josef Schnock. Ihn beeindruckten bei der Parade vor der mit Blumen dekorierten Königsresidenz besonders die drei Vorreiter. Unter ihnen auch ein Dragoner, der die Standarte mit dem Liedberger Wappen trug.

Das Spektakel auf dem historischen Marktplatz kam bei den Liedbergern gut an - auch wenn aufgespannte Regenschirme das Straßenbild prägten. "Das Wetter können wir leider nicht beeinflussen", bedauerte der Brudermeister. Wegen des Regens wurden das Platzkonzert des Bundes-Fanfarencorps Büderich im Vorfeld sowie der große Zapfenstreich im Anschluss an die Parade kurzerhand ins Festzelt verlegt. Das Besondere: Es spielten drei Kapellen und drei Tambourcorps gemeinsam unter der Leitung des Kapellmeisters Matthias Hülser. "Das hatten wir noch nie", betonte Josef Schnock.

150 Jahre St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Liedberg FOTO: Jörg Knappe

Der Umzug ins Festzelt tat der guten Stimmung unter Schützen und Besuchern keinen Abbruch - auch wenn sie etwas enger zusammenrücken mussten. Voll auf ihre Kosten kamen die Liedberger gestern Abend auch beim Fest- und Königsball, bei dem die Band "San Fernando Allstars" spielte, die ihrem Publikum bereits am Samstag nach der Parade in Drölsholz und Steinhausen einheizte. "Unser Festzelt ist in diesem Jahr etwas größer als sonst. Es war mit knapp 1000 Besuchern trotzdem gut gefüllt", sagte Josef Schnock und zog fürs Wochenende eine positive Bilanz.

Mit Ehrengast und Schirmherr Prinz Charles-Louis de Merode ließ er sich gestern übrigens von Peter Overlack durch das fast fertig sanierte Schloss Liedberg führen. Bezirksbundesmeister Horst Thoren hatte bereits vor zwei Jahren den Kontakt zum Prinzen vermittelt.

(cka)
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