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Korschenbroich
Schwungvolle Kfd-Sitzung mit viel Lokalkolorit

Korschenbroich. Es ging mal brasilianisch, mal orientalisch, aber oft auch richtig rheinisch zu auf der Kfd-Karnevalssitzung in der Mehrzweckhalle. Der Platz vorne links auf der Bühne, den sonst die Formation "Die Kleinenbroicher" einnimmt, blieb diesmal frei. Dieter Deutschmann kümmerte sich um den Sound und den Tusch zur richtigen Zeit. Frei blieben bei rund 220 verkauften Karten auch etliche Plätze - eigentlich schade, denn die Akteure hatten ihrem Publikum einiges zu bieten.

Jung, voller Schwung und zum ersten Mal mit dabei: Michelle Kluth (17) und Simone Schmidt (22). Die Frauen liehen sich nicht nur "De Bütt" von den Kleinenbroicher Karnevalsfreunden, sondern auch die Tanzgarde und das Männerballett "Pepperboys". Dass die Bühne nur sparsam dekoriert war, fiel nach einigen Minuten gar nicht mehr auf: Da tummelte sich plötzlich ein buntes Völkchen, das aus allen Teilen der Erde zu stammen schien, und gab ein wunderschönes Bild ab.

Es sollten weit über vier Stunden lang viele weitere schöne Bilder folgen. Zum Beispiel das von den äußerst beweglichen Feuerwehr-Frauen, allesamt Hingucker. Ein Bild wurde von Mariengrete Tillmanns als Büttenrednerin mit Worten gezeichnet: Sie auf Rollerblades den Liedberg runter. Als Oma berichtete sie von Alltagsabenteuern mit Enkel Finn. "Ich habe keinen Durst mehr", lautete seine Begründung, als er das Schwimmbad verlassen wollte. Die erste "Rakete" gab es nicht ohne Grund für die "Trauerschnallen": Mariengrete Tillmanns, Gabi Hannen, Anne Picker, Christiane Carrasco, Lisa Wirth und Julita Rozynek, die Mutter des Hoppeditz Susanne Rozynek, geizten als Gäste einer Trauerfeier zwar mit Farbe, brachten aber Lokalkolorit auf die Bühne: Geschäftsleerstände, der neue Barber-Shop von Chris und Juppi und das Gaststättensterben gehörten zu den Themen, die deutlich machten, dass der Auftritt in Kleinenbroich und nicht irgendwo stattfand. Sitzungspräsidentin Annette Grothenrath und ihr Elferrat überbrückten lässig ungeplante Pausen, wenn die Technik mal nicht funktionierte.

Im Mittelpunkt standen Spaß und Spielfreude. Die tänzerischen Darbietungen waren Glanznummern in einem bunten Programm, in dem auch Frauenthemen angesprochen wurden. Wer etwa meint, zu dick zu sein, solle doch abnehmen, und zwar den Spiegel, erfuhren die Gäste in der Kleinenbroicher Mehrzweckhalle.

(-barni)
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