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Korschenbroich
Sichere Zukunft für Bürgerbus-Verein

Korschenbroich. Er ist gefragt wie nie: Der Bürgerbus transportiert mittlerweile pro Jahr mehr als 14.000 Fahrgäste durchs Stadtgebiet. Gestern wurde der neue Kleinbus übergeben und gesegnet. NEW, Stadt und Sponsoren unterstützen die Ehrenamtler. Von Ruth Wiedner-Runo

Für den Bürgerbus-Vereinsvorsitzenden Willy Schellen und für seinen nimmermüden Geschäftsführer Hubert Tokloth wurde der 1. Juli zu einem Festtag. Der neue Bürgerbus wurde gestern feierlich an die Ehrenamtler übergeben, Pfarrer Marc Zimmermann segnete das neue Gefährt, und die Sponsoren haben sich für weitere Jahre verpflichtet. Die Erfolgsgeschichte, die das eingespielte Duo seit April 2010 schreibt, ist ihnen selbst schon unheimlich. Sie wird vieler Orts registriert.

Während einige Nachbarkommunen fast neidisch nach Korschenbroich blicken, hat sich der Bürgermeister der Partnergemeinde Schorfheide im Frühjahr auf den Weg gemacht, um sich beim Bürgerbusverein in Korschenbroich schlauzumachen. Noch im Herbst wird eine Delegation um Schellen und Tokloth nach Brandenburg reisen. Sie will Uwe Schoknecht bei seinen Anstrengungen, in Schorfheide einen Bürgerbus zu installieren, unterstützen.

Dass es sich bei den Korschenbroichern um Profis mit Ehrenamtsstatus handelt, haben sie allesamt in den zurückliegenden Jahren mehrfach unter Beweis gestellt. Im April 2010 rollte der Bürgerbus erstmals durchs Stadtgebiet. Seither eilt der Verein von Rekord zu Rekord: Im ersten Jahr verzeichnete der Verein 2.900 Fahrgäste, 2013 waren es schon 10.850, mittlerweile nutzen im Jahr mehr als 14.000 Fahrgäste das Vereinsangebot im Korschenbroicher Stadtgebiet.

Der Bürgerbus ist im 90-Minuten-Takt unterwegs. Auf seiner Tour steuert er mehr als 42 Haltestellen an. "Das ist alles nur möglich, weil wir neben der Unterstützung von NEW, Stadt und Sponsoren mit so vielen Ehrenamtlern arbeiten können", stellte Hubert Tokloth bei der gestrigen Jahreshauptversammlung im Pescher Gasthof Deuss anerkennend heraus. Er ist mehr als zufrieden, dass der neue Bus in der nächsten Woche erstmals zum Einsatz kommt und die gut 50 freiwilligen Fahrer so vorbildlich mitziehen.

Die Anschaffung des neuen Bürgerbusses wurde nach dem Unfall von Dezember 2015 erforderlich. Der Preis von 72.000 Euro wurde vom Land und der Versicherung gestemmt. Der alte Êrsatzbus, der mittlerweile stattliche 460.000 Kilometer auf dem Buckel hat, dient nun als Reservefahrzeug.

Vereinschef Willy Schellen nutzte die Versammlung gestern auch dazu, um die Leistung von Ideengeber und Geschäftsführer Tokloth herauszustellen: "Hubert macht das alles ohne tatkräftige Unterstützung einer Stadtverwaltung wie sonst üblich." Und weiter gab Schellen bekannt: "Der Bürgerbusverein hat über Jahre hinweg eine gesicherte Zukunft. Unsere Hauptsponsoren haben sich für weitere vier Jahre verpflichtet." Zudem stellte Schellen die vorbildliche Zusammenarbeit mit Stadt und NEW heraus.

Quelle: NGZ
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