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Korschenbroich
SPD begrüßt Kirchenprojekt, will aber auch Anlieger hören

Korschenbroich. Die Neubaupläne der evangelischen Kirchengemeinde an der Eichendorffstraße lassen die Nachbarn nicht ruhen. Sie stehen dem Vorhaben kritisch gegenüber, auf der Freifläche am Martin-Luther-Haus einen Häuserblock mit elf Wohnungen zu errichten. Die Einstufung "sozialer Wohnungsbau" wurde bislang nicht offen kommentiert, dafür gab's aber zur möglichen Haushöhe, den fehlenden Stellplätzen und dem befürchteten Verkehrschaos Hinweise zuhauf. Anders sieht das die SPD vor Ort: "Wir begrüßen das Vorhaben der Kirche", erklärte gestern Albert Richter auf Anfrage.

Der stellvertretende Ratsfraktionsvorsitzende wird noch deutlicher: "Wir finden es gut, dass dort auf der Wiese sozial geförderter Wohnungsbau möglich wird. Wir brauchen so ein Angebot für Kleinenbroich." Allerdings kann Albert Richter auch die Einwände und Bedenken der direkten Nachbarn verstehen. Und so betont er mit Nachdruck: "Wir als SPD nehmen die Bürgeranregungen ernst." Er verspricht, auf die Bürgerwünsche in den zuständigen Fachausschüssen zu bestehen: "Wir fordern eine Größenbegrenzung für das Gebäude. Diese Höhe darf die der gegenüberliegenden Mehrfamilienhäuser nicht übersteigen." Das sieht auch der Kirchenvertreter Werner Lohrberg so. "Wir sind bemüht, die Höhe des Neubaus an der vorhandenen Zweigeschossigkeit auszurichten", erklärte der Presbyteriums-Vorsitzende gestern gegenüber unserer Redaktion. Für Anwohner Gerhard Knoke ist die vorgesehene Höhe dennoch erdrückend. Er steht weiter zu seinem Zitat: "Dass die Gemeinde ihre eigene Kirche zur Hundehütte degradiert, deprimiert und ist befremdend." Knoke - und nicht Wilfried Cremer - hat den Vergleich bewusst gewählt, um so die Politiker wach zu rütteln. Bei Richter ist der Hinweis schon angekommen.

Zudem fordert der SPD-Politiker vom zuständigen Bauausschuss ein Verkehrskonzept für die Eichendorffstraße. Er besteht auf 16 statt auf acht Stellplätzen, die der aktuelle Plan derzeit ausweist. Wichtig ist ihm, "dass die bisherige Parkfläche der Kirche auch künftig zu nutzen ist, und nicht auf die zu schaffenden Stellplätze angerechnet wird."

(-wi)
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