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Korschenbroich
SPD informiert sich über Baugebiete

Korschenbroich. Georg Onkelbach beantwortet Fragen rund um die städtischen Bauvorhaben.

Die Ortsbegehung der Korschenbroicher SPD wäre beinahe ins Wasser gefallen: Etliche Bürger hatten sich kurzfristig abgemeldet, die anderen sollten ganz schön nass werden. Immerhin war Baudezernent Georg Onkelbach mit dabei.

Treffpunkt war am Kulturbahnhof. Schräg gegenüber steht das hässliche Gebäude, das jetzt endlich abgerissen werden soll. "Wir sind froh, dass dort nun Bewegung reinkommt", sagt SPD-Ortsvereinschefin Barbara Romann. Die Verwaltung hatte bereits die Pläne des Investors vorgestellt - dort soll ein Gebäude mit drei Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss errichtet werden. "Gelingt die Anpassung an die rückwärtige Bebauung?", wollten Anwohner wissen. Onkelbach teilte ihnen mit, wie das Verfahren abläuft und wann sie Anregungen und Beschwerden einbringen können. Er betonte: "Noch ist nichts in trockenen Tüchern, zunächst muss der Bebauungsplan beschlossen und veröffentlicht werden."

Beklagt wurde außerdem, dass Lkw-Fahrer in der Nähe des Bahnhofs in ihren Fahrzeugen übernachten und den Müll zurücklassen. Das Gelände des Kulturbahnhofs müsse außerdem regelmäßig von Zigarettenkippen gesäubert werden.

Viele Fragen drehten sich um das künftige Baugebiet "An der Niers-aue", wo 450 bis 500 Wohneinheiten errichtet werden sollen. Zur Erschließung bemerkte Onkelbach folgendes: "Eine Zufahrt von der L 31 soll neu angelegt werden, erreichbar sein wird das Gebiet auch über die Gilleshütte." Die Fläche wird bis zu 1,5 Meter aufgefüllt - das dient der Höhenanpassung und schützt nebenbei auch vor Grundwasser. Doch wie geht es dort weiter? "Am 9. Juni soll im Planungsausschuss der Aufstellungsbeschluss gefasst werden, die Offenlage könnte im September erfolgen, die Rechtskraft könnte der Bebauungsplan, wenn alles reibungslos verläuft, im Dezember erlangen", erklärte der Baudezernent.

Die Stadt wird im ersten Bauabschnitt über 60 Grundstücke verfügen können. Die SPD möchte, dass dort auch Geschosswohnungsbau errichtet wird und dass barrierefreie Wohnungen entstehen. "Es nimmt überhand, dass die Leute sich einmauern." Barbara Romann beklagte, dass, entgegen der Bauvorschriften, immer mehr hohe Mauern an den Grundstücksgrenzen errichtet werden, zuletzt unter anderem an der Willi-Hannen- und an der Rochusstraße.

Standortwechsel: Am alten Pfarrhaus erklärte Onkelbach, dass die Baumaßnahme der Caritas bald fortgesetzt werden könne - dort war man auf einen Bunker gestoßen.

(barni)
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