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Korschenbroich
"Sport ältere Generation" beklagt Mitgliederrückgang

Korschenbroich. Aktuell gehören dem Korschenbroicher Verein 695 Frauen und Männer an. Sie stimmten einer Beitragsanhebung zu. Von Angela Wilms-Adrians

Zu Jahreshauptversammlungen trifft sich in vielen Fällen ein überschaubares Trüppchen von Mitgliedern, doch nicht so beim Verein "Sport ältere Generation" Korschenbroich. Der Saal von Haus Schellen war ausgelastet, als die Vorsitzende Inge Schulz unter den vielen Besuchern den stellvertretenden Bürgermeister Albert Richter und Ehrenvorsitzende Mathilde Möbius begrüßte. Ex-Bürgermeister Heinz Josef Dick war als "normales Mitglied" gekommen und wurde von Inge Schulz mit den Worten zitiert: "Wenn es den Sport ältere Generation nicht gäbe, müsste er erfunden werden."

Angesichts der außerordentlich regen Teilnahme mochte es verwundern, dass der Verein ein Problem hat: Die Mitgliederzahlen sind in den zurückliegenden Jahren um zehn Prozent gesunken. Die durch Todesfälle und gesundheitliche Probleme entstandenen Lücken habe man nicht schließen können, so der zweite Vorsitzende Horst Ripphahn. Aktuell gibt es 695 Aktive mit einem Frauenanteil von 70 Prozent. Ripphahn appellierte an alle, für die Idee zu werben, um das "bekannte und bisher gut angenommene Angebot aufrechtzuerhalten". Er berichtete vom neu gegründeten Team im Vorstand, das sich zielgerichtet mit den Anforderungen der Zeit befasse.

Rita Büttinghaus´ Geschäftsbericht zeigte, dass das Angebot breit gespannt und gut ausgelastet ist. So werden zum Beispiel 139 Mitglieder in den Herzsportgruppen von sechs Ärzten und drei Übungsleitern betreut. Zur Reha im Wasser können wegen der starken Nachfrage und der örtlich begrenzten Möglichkeiten nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden. Für Walkinggruppen und Volleyball der Männer hingegen werden noch Interessenten gesucht. Sehr beliebt sind Reiseangebote und der gemeinsame Besuch von kulturellen Veranstaltungen.

Schatzmeister Ludwig Meeßen berichtete im Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben von einem Fehlbetrag, der durch Rücklagen ausgeglichen werden konnte. Nach Entlastung des Vorstands begründete Meeßen den Antrag auf eine Beitragserhöhung: Die Kassenberichte der letzten Jahre zeigten, dass die Positionen im Einnahmebereich rückläufig wären. Das liege am Mitgliederschwund, an rückläufigen Förderungen und der Niedrig-Zinssituation sowie an geringeren Zuschüssen für Reha-Maßnahmen durch die Krankenkassen. Um bei den Angeboten keine Zugeständnisse zu machen, schlug er eine monatliche Beitragserhöhung von einem Euro vor. Der Antrag wurde angenommen.

Bei den Teilvorstandswahlen wurde Meeßen als Schatzmeister für die kommenden zwei Jahre bestätigt. Ebenfalls wiedergewählt wurde Vereins-Vize Horst Ripphahn. Das Amt des stellvertretenden Geschäftsführers konnte nicht neu besetzt werden. Im Anschluss feierte der Verein das Frühlingsfest.

Quelle: NGZ
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