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Korschenbroich
Sportler eröffnen ihren Kunstrasenplatz

Korschenbroich: Sportler eröffnen ihren Kunstrasenplatz
Können jetzt auch bei Regen spielen, ohne im Schlamm zu versinken: Schon die ganz kleinen Fußballspieler der Sportfreunde Neersbroich wissen den Kunstrasen zu schätzen. Im Hintergrund: Vertreter aus Verein und Politik. FOTO: raupold
Korschenbroich. Die Sportfreunde Neersbroich haben ihren neuen Kunstrasenplatz eröffnet. Der Verein trägt den Großteil der Baukosten von rund 400.000 Euro selbst. Es ist die größte Investition in der Vereinsgeschichte. Die Mitgliederzahl steigt. Von Christian Kandzorra

Ein großer Tag für die Sportfreunde in Neersbroich: Acht Jahre hatten sie warten müssen, jetzt konnten die Fußballer endlich ihren nagelneuen Kunstrasenplatz eröffnen und offiziell für den Spielbetrieb freigeben. "Damit ist die Zukunft unseres Vereins gesichert", sagt Vereinssprecher Udo Koch. Jetzt können die 800 Sportfreunde im Stadtteil auch bei Regen Fußball spielen. "Das war noch im Sommer undenkbar, weil der Naturrasen bei Nässe sofort matschig wurde", erinnert sich Koch. Diese Zeiten gehören nun der Vergangenheit an, auch Fußballspiele müssen nicht mehr abgesagt werden.

Rund 300 Sportfreunde kamen zur Eröffnung des neuen Platzes an der Bruchstraße - darunter auch einige Lokalpolitiker wie Bürgermeister Marc Venten und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke sowie Vertreter des Stadtrats. "Kunstrasen ist die Zukunft. Das war eine gute und notwendige Investition", betonte Marc Venten bei der Eröffnungsfeier. Die Sportfreunde Neersbroich sind nach dem SV Glehn der zweite Verein im Stadtgebiet, der einen neuen Kunstrasenplatz in Eigenregie verwirklicht.

Die Baukosten liegen bei rund 400.000 Euro. "Eigentlich wäre der Platz noch teurer geworden, aber wir haben durch eigenen Einsatz rund 100.000 Euro einsparen können. Teilweise haben bis zu 70 Vereinsmitglieder an den Wochenenden mit angepackt und bei den Vorbereitungen für den Bau des Platzes geholfen", berichtet Vereinssprecher Udo Koch. In den nächsten 20 Jahren müssen die Sportfreunde das Darlehen zurückzahlen, die Tilgung startet ab 2016.

Unterstützt werden die Sportler, die ihre Mitgliedsbeiträge unter anderem für Kinder in diesem Jahr von 35 auf 70 Euro angehoben haben, auch von der Stadt. Sie wird die nächsten acht Jahre insgesamt 80.000 Euro aus Mitteln der Landes-Sportpauschale beisteuern. Das soll den Sportfreunden bei der Tilgung helfen. Den größten Teil der Baukosten müssen sie allerdings selbst tragen. Vereinschef Peter Baukloh bezeichnet die Investition in den 6600 Quadratmeter großen Kunstrasenplatz als "die größte in der Vereinsgeschichte".

Die Investition lohnt sich - das merken die Sportfreunde schon jetzt. "Inzwischen verzeichnen wir einen Anstieg der Mitgliederzahlen. Schließlich ist der ebene Kunstrasen bei den Fußballern sehr beliebt", erzählt Udo Koch. Zuletzt war die Unzufriedenheit in den fünf Senioren- und zwölf Jugendmannschaften gewachsen.

Der für Neersbroich zuständige CDU-Ratsherr Raymund Opszalski lobte die Stadtverwaltung bei der offiziellen Eröffnung am Samstag auch dafür, dass sie während der Bauzeit Ausweich-Möglichkeiten für die Fußballer schuf. Nachdem die erste Planierraupe Mitte August anrollte, um das Erdreich für den neuen Platz zu begradigen, trainierten die Sportler vorübergehend in Herrenshoff.

Quelle: NGZ
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