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Korschenbroich
Sportschule investiert in "Parkour"-Halle

Korschenbroich: Sportschule investiert in "Parkour"-Halle
"Action" in der neuen Trainingshalle für "Parkour": Benni und Didi Haas junior springen mit Anlauf ins Schaumstoff-Becken, die "Schnitzelgrube" ist ein Höhepunkt beim Parkour in der Halle. FOTO: cka
Korschenbroich. Familie Haas erreicht mit ihrem Angebot rund 1000 Sportler aus der Region. Die Karate-Abteilung ist jetzt zugunsten einer neuen Trainingshalle in eine angrenzende Halle gezogen. Ein Höhepunkt beim "Parkour": eine "Schnitzelgrube". Von Christian Kandzorra

Mit einem Karate-Verein fing vor knapp 40 Jahren alles an. Dann kam eine Tanzschule als gewerbliches Unternehmen dazu, und jetzt hat Familie Haas aus Korschenbroich noch einmal kräftig in ihren Standort in der Nähe des Bahnhofes investiert: für eine Trainingshalle, in der sich Jugendliche bald in Sachen "Parkour" und dem akrobatikähnlichen Sport "Tricking" austoben können.

Die Kampfkunst-Abteilung, die Vater Didi Haas betreut, ist dafür in eine direkt angrenzende Halle mit Spiegelwand und Parkettboden umgezogen, die die Familie neu angemietet hat. Bald sollen dort zusätzlich Events stattfinden, da der Raum auch über eine Bühne verfügt. "Wir haben mehrere Tausend Euro in den Standort investiert", sagt Didi Haas senior, dessen Frau Gaby und dessen Söhne Didi (31) und Benni (28) ebenfalls in der Sportschule aktiv sind. Seine Söhne betreiben die Tanz-Abteilung sowie die jetzt für "Parkour" und "Tricking" umgestaltete Halle. Dort sorgen sie aktuell für den Feinschliff, denn am 18. September soll der Betrieb in der neuen Trainingshalle starten. So soll zum Beispiel noch Farbe ins neue Trainingszentrum gebracht werden, wofür die Familie einen Graffiti-Künstler engagiert hat.

Trainer Wolfgang Schubert, Didi Haas senior, Trainer Gerd Reimer in der neuen Karate-Halle. FOTO: Kandzorra Christian

Ein Sportzentrum, in dem mit Tanz, Karate und "Parkour" gleich drei große Bereiche abgedeckt werden, ist im Rhein-Kreis Neuss einzigartig. Familie Haas erreicht mit ihren Angeboten nach eigenen Angaben rund 1000 Sportler. "Viele sind in mehreren Abteilungen aktiv", erzählt Didi Haas senior. Die größte Abteilung sei die des "Dojo Sandokan". Mit der neuen Halle für "Parkour" und "Tricking" reagiere die Familie auf einen aktuellen Sport-Trend unter Jugendlichen. Die Familie hat sich mächtig ins Zeug gelegt und ein kreatives Konzept für die Gestaltung der neuen Trainingshalle erarbeitet. "Beim ,Parkour' geht es in erster Linie darum, Hindernisse zu überwinden", erklärt Benni Haas. Zuvor habe das Training immer in "offiziellen" Sporthallen der Stadt stattfinden müssen. "Das hat uns gerade beim Auf- und Abbau der Hinderisse immer viel Zeit gekostet. In unserer neuen Halle haben wir alles an einem festen Standort", erklärt er. Die Brüder haben für den Bau der Hindernisse bei mehreren Gewerbetreibenden im Umkreis Paletten aufgetrieben, mit denen sie einige der "Türme" gebaut haben. Ein Höhepunkt: die neue "Schnitzelgrube", die einem Schaumstoff-Bad gleicht. Dort können Jugendliche mit Anlauf hereinspringen oder sich im Salto-Springen üben. "Zusätzlich stehen den Sportlern einige Fitnessgeräte und eine ,Air-Track-Bahn' zur Verfügung", sagt Didi Haas junior. Beide haben selbst sichtlich Spaß daran, die Stationen ihrer neuen Halle auszuprobieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass künftig auch Sportler aus den Tanz- oder Karate-Kursen in der Parkour-Halle trainieren werden, ist groß. Denn: Allein das Zuschauen macht Laune und dürfte bei vielen Lust darauf machen, es selbst auszuprobieren.

Quelle: NGZ
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