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Korschenbroich
Stadt muss in neue Gerätehäuser investieren

Korschenbroich: Stadt muss in neue Gerätehäuser investieren
Wie's für die Freiwillige Feuerwehr in Korschenbroich weitergeht, ist im Brandschutzbedarfsplan festgeschrieben: Der Entwurf wird aktuell beraten. FOTO: MReu
Korschenbroich. Sicherheitsfirma erstellt Brandschutzbedarfsplan für Freiwillige Feuerwehr. Politiker sind gefordert. Von Ruth Wiedner

Die Kernbotschaft des neuen Brandschutzbedarfsplanes lässt sich neben dem Lob für die "Leistungsfähigkeit" auf vier Punkte reduzieren: Für den Standort Pesch wird ein Neubau empfohlen, in Kleinenbroich ist ein Neubau zwingend erforderlich und in Korschenbroich muss die Feuerwache um einen Gebäudetrakt für Umkleideräume erweitert werden. Zudem sind laut Fünf-Jahres-Plan bis 2020 vier Fahrzeuge anzuschaffen, dabei wird der Kauf eines Fahrzeuges (ELW 1 oder ELW 2) für die Einsatzleitung favorisiert.

Wie wichtige der Politik die Freiwillige Feuerwehr ist, wurde jetzt einmal mehr im Hauptausschuss deutlich. Gut 90 Minuten befassten sich die Ratsfraktionen mit dem Entwurf, der erstmals von einer Sicherheitsfirma in Absprache mit der Wehrführung und der Verwaltung erstellt worden war. Allerdings konnten sich die Fraktionen nicht mit allen Ausführungen des Sachverständigen Christian Oebel anfreunden, der für das Kaarster Unternehmen Luef & Rinke das 135 Seiten starke Werk zusammenfassend erklärte. Letztlich blieben viele Fragen unbeantwortet, so dass jetzt nachgebessert wird. Der Hauptausschuss änderte in seiner Beschlussempfehlung sowohl die Begrifflichkeit als auch die Zeitschiene. Es wurde lediglich der Entwurf und nicht der Brandschutzbedarfsplan einstimmig zur Kenntnis genommen. Und auch nicht der Stadtrat wird am 27. August entscheiden, sondern der Planentwurf wird zunächst in den Fraktionen beraten. Für Bürgermeister Heinz Josef Dick kein Problem, "schließlich haben wir bis zum Jahresende noch einen gültigen Brandschutzbedarfsplan".

"Ihre Freiwillige Feuerwehr ist leistungsfähig", ein Lob, dass alle Mitglieder im Hauptausschuss gerne hörten. Um das gute Niveau auch dauerhaft halten zu können, regte Oebel neben den Baumaßnahmen auch eine intensive Mitgliederwerbung an: "Sie brauchen mittelfristig für die Tageseinsätze mehr Personal." Der derzeitige Drehleiter-Standort Glehn sei aus seiner Sicht nicht "optimal". Einen Alternativ-Standort nannte Oebel allerdings nicht. Schließlich müsse zuvor noch geklärt werden, an welchem der vier möglichen Standorte die neue Feuerwache in Kleinenbroich errichtet wird.

Der Ausschuss hatte dazu auch eine Antwort erwartet, erfuhr aber, dass es sich bei der Standortfindung für Kleinenbroich um einen separaten Auftrag handele. "Wir erwarten das Ergebnis in den nächsten Tagen", erklärte Dick. Für ihn ist die Antwort dann fester Bestandteil des Brandschutzbedarfsplanes.

Dass für das Konzept in Teilen veralterte Daten genutzt wurden, kritisierte Hanns-Lothar Endell (Aktive). Als gravierendes Beispiel nannte er die Wache in Glehn: "Dafür wird uns ein Anbau vorgeschlagen, der längst genutzt wird."

Quelle: NGZ
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