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Korschenbroich
Stadt nimmt 75.900 Euro von Verkehrssündern ein

Korschenbroich. 347 Bußgeldverfahren wurden 2015 eingeleitet. Von Christian Kandzorra

Im vergangenen Jahr hat die Stadt Korschenbroich rund 75.900 Euro durch falsch geparkte Fahrzeuge eingenommen. "Im Jahr 2015 gab es etwa 4670 Fälle, in denen ein Verwarngeld ausgesprochen wurde", sagt Stadt-Sprecherin Silke Schirmer. In 347 Fällen (gut sieben Prozent) wurden später entsprechende Bußgeldverfahren eingeleitet, weil die Fahrzeughalter das Verwarngeld für abgelaufene Parkuhren, fehlende Parkscheine oder etwa das Parken in verkehrsberuhigten Zonen gar nicht oder verspätet gezahlt haben.

Im Gegensatz zu Nachbarstädten wie Grevenbroich gab es 2015 laut Stadtverwaltung in Korschenbroich keine Probleme mit dauerhaft abgestellten Autos oder Lastwagen, deren Halter sie einfach zurücklassen. "Wenn uns ein solches Fahrzeug gemeldet wird, lassen wir es nach zwei Wochen abschleppen", sagt Silke Schirmer. Das Ordnungsamt in Grevenbroich hingegen musste sich im vergangenen Jahr mit 144 Fällen von zurückgelassenen Autos beschäftigen, aus denen teilweise große Verfahren mit Bußgeldern in Höhe von bis zu 500 Euro wurden.

Es gibt noch einen weiteren Unterschied: Die Stadt Korschenbroich hat keinen eigenen Radarwagen, mit dem sie Verkehrsteilnehmer messen und Tempo-Sünder ermitteln kann. "Bei uns ,blitzt' der Rhein-Kreis Neuss", erzählt die Stadt-Sprecherin. Der Kreis macht mit seinen mobilen Messwagen regelmäßig an verschiedenen Orten innerhalb des Stadtgebietes Halt. Häufig wird die Geschwindigkeit von Fahrern zum Beispiel an der Liedberger Landstraße und an der Borrenstraße in beide Fahrtrichtungen gemessen.

Die Verwaltung betreibt lediglich die Geschwindigkeits-Anzeigentafeln an der Sebastianus-Straße nahe der Kirche, dem Rathaus und den Geschäften im Ortskern. Dort ist das Verkehrsaufkommen besonders hoch. "Die Tafeln sollen den Fahrern ihre Geschwindigkeit anzeigen, damit sie ein Gefühl für die Schnelligkeit ihres Fahrzeugs bekommen und vom Gas gehen", erklärt die Stadt-Sprecherin.

Quelle: NGZ
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