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Korschenbroich
Stadt verzichtet weiter auf Facebook

Korschenbroich: Stadt verzichtet weiter auf Facebook
Diesen Post des Kulturamtes haben 1297 Personen gesehen. Auf seiner Facebookseite veröffentlicht das Amt Ankündigungen und Presseberichte. FOTO: Screenshot
Korschenbroich. Während die Verwaltung keine eigene Facebookseite hat, wird die des Kulturamtes mäßig angenommen. Die Freiwillige Feuerwehr hingegen erreicht bis zu 40.000 Nutzer. Von Christian Lingen

Soziale Medien spielen eine immer größere Rolle und sind zum Beispiel für Unternehmen, Vereine und Künstler unverzichtbar geworden. Kommunen nutzen Facebook, um ihre Stadt zu bewerben, Veranstaltungen anzukündigen und die Bürger über Dinge aus Politik und Verwaltung oder über Notfälle zu informieren. Bei der Stadt Korschenbroich hingegen sieht man keine Veranlassung, eine eigene Facebookseite zu betreiben.

Man verweist auf die dünne Personaldecke, die eine Betreuung einer offiziellen Seite nicht zulasse. Damit ist man im Rhein-Kreis die einzige Stadt ohne eigene Facebookseite. Lediglich das Kulturamt betreibt seit August 2016 eine eigene Seite. Dort werden Veranstaltungen und Pressetexte veröffentlicht. Doch nur 294 Personen haben auf "Gefällt mir" geklickt. Der letzte Post, die Ankündigung des Jazzcafés, hat 1297 Nutzer erreicht. Recht niedrige Zahlen, wenn man zum Vergleich die Facebookseite der Freiwilligen Feuerwehr heranzieht. Dort wird jeder Post von mindestens 3000 Personen gesehen. Der Spitzenwert liegt bei knapp 40.000 Nutzern.

"Hätte die Stadt eine eigene Facebookseite, müsste sie vom Referat des Bürgermeisters für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit betrieben werden" sagt Nora Osmani vom zuständigen Referat. "Die Stadt Korschenbroich liegt beim Personalschlüssel bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit deutlich unter dem Mittelwert vergleichbarer Kommunen", erklärt sie. Eine ständige Pflege der Seite sei da nicht machbar.

Die Seite des Kulturamtes werde von diesem selber gepflegt. Bei der Freiwilligen Feuerwehr kümmern sich Feuerwehrchef Frank Baum und ein Kollege um die Seite. "Das klappt wunderbar. Wir posten unsere Einsätze in Kurzform, Veranstaltungen der Löschzüge und allgemeine Informationen für die Bevölkerung. Besonders häufig klicken die Nutzer Meldungen über Fundtiere an. Dank Facebook konnten wir bislang jedes Tier seinem Besitzer wieder zuführen", sagt Baum.

Sogar Meldungen über Kleinigkeiten wie eine Ölspur werden mindestens 3000 mal angeklickt. "Unsere Seite ist die Hauptseite der Feuerwehr in Korschenbroich. Die Löschzüge haben zusätzlich eigene Facebookseiten", erzählt Frank Baum. 1163 Personen haben auf "Gefällt mir" geklickt. Etwas mehr haben die Seite abonniert. Die Seite des Kulturamtes wurde hingegen nur 297 mal abonniert.

Bei der Feuerwehr würde man eine städtische Facebookseite befürworten. "Dort könnten wichtige Informationen geteilt werden. Mit diesem Medium kann man viele Menschen erreichen", sagt Baum. Bei der Stadt setzt man jedoch weiter auf andere Mittel. "Aktuell gibt es noch keine konkreten Planungen für eine eigene Facebookseite. Bislang konnte die Stadt die Kommunikation zwischen Stadtverwaltung und Bürgern immer auf anderen Wegen herstellen", sagt Nora Osmani.

Dass man damit zufrieden ist, erklärte Bürgermeister Marc Venten zuletzt im Mai im Hauptausschuss und legte das Thema vorerst auf Eis.

Quelle: NGZ
 
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