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Korschenbroich
Stadt will sechs Spielplätze aufgeben

Korschenbroich. Durch den Verkauf dieser Flächen könnte die Haushaltssituation verbessert werden. Von Marion Lisken-Pruss

Die Stadt Korschenbroich plant, einige ihrer Spielplätze zu schließen. Der Grund: Sie möchte damit die Kosten für Pflege und Unterhalt senken und durch den Verkauf einiger der Grundstücke Geld in den städtischen Haushalt spülen. Bereits im März 2016 hatte sich der Bauausschuss mit diesem Thema beschäftigt. Jetzt hat die Stadtverwaltung dem Bauausschuss eine Liste der Spielplätze vorgelegt, die aufgegeben oder stillgelegt werden sollen. "Insgesamt liegt derzeit eine Überversorgung durch Spielplätze vor", so das Fazit. Doch eine Entscheidung ist in der jüngsten Bauausschusssitzung nicht gefallen. Zunächst werden die Fraktionen noch einmal über dieses Thema beraten.

Die Prüfer der Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) hatten der Stadtverwaltung zuvor schon empfohlen, die Kosten für Unterhalt und Pflege der Spielplätze zu senken. Denn die würden den städtischen Haushalt im Vergleich zu anderen Kommunen überdurchschnittlich stark belasten. Die Prüfer der GPA haben aber auch die Anzahl der Spielplätze kritisch hinterfragt: Dabei solle die Stadt die demografische Entwicklung im Blick behalten, empfahlen sie in ihrem Bericht. Das heißt einerseits, dass immer weniger Kinder die Spielplätze aufsuchen werden; und andererseits, dass sie und ihre Eltern vermutlich eigene Vorstellungen davon entwickeln werden, wie Spiel- und Bolzplätze in Zukunft auszusehen haben. Im Jahr 2013 betrieb die Stadt 37 öffentliche Spiel- und Bolzplätze. Sechs davon könnten künftig geschlossen werden: Der Bolzplatz an der Danziger Straße sowie die Spielplätze "Auf den Kempen" und an der Jan-van-Werth-Straße, wobei das Gelände in der Jan-van-Werth-Straße als Baugrundstück veräußert werden könnte. Der Spielplatz im Dorfer Feldweg sei entbehrlich, da der Spielplatz im Eickerender Feld einen ausreichenden Ersatz biete. Mit den beiden Spielplätzen an der Freiheitsstraße und der Willi-Hannen-Straße sei die Innenstadt so gut versorgt, dass auch dort einer der Plätze wegfallen könne. Auch der Spielplatz im Mühlenkamp in Steinhausen steht zur Disposition. Das Areal könnte anschließend verkauft werden. Alle Schließungen erfolgen, um den Haushalt dauerhaft zu konsolidieren.

Trotzdem bliebe das Stadtgebiet ausreichend mit Kinderspielflächen versorgt, heißt es von der Stadtverwaltung. Die Schließungen bedeuten auch, dass einige der verbleibenden Spielflächen attraktiver gestaltet werden müssten, da ihre Ausstattung eher durchschnittlich sei.

Quelle: NGZ
 
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