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Korschenbroich
Stadtpflege bewässert Pflanzen im Akkord

Korschenbroich: Stadtpflege bewässert Pflanzen im Akkord
Klaus Schmitz gehört zur Grünpflege-Kolonne der Stadt und ist bei hohen Außentemperaturen im Dauereinsatz. Er bewässert in erster Linie junge Pflanzen wie hier am Alten Friedhof in Korschenbroich. FOTO: detlef ilgner
Korschenbroich. Im Winter räumen sie Schnee, im Sommer kämpfen sie gegen die Hitze: Die Pflege-Kolonnen sind tagsüber im gesamten Stadtgebiet unterwegs und bewässern Pflanzen. Der Schwerpunkt liegt auf jungen Gewächsen und kleineren Blumen. Von Christian Kandzorra

Viel zu tun haben in diesen Tagen die Grünpflege-Kolonnen der Korschenbroicher Stadtpflege. Mindestens zwei Mitarbeiter sind tagsüber ständig im Einsatz, um die Pflanzen auf öffentlichen Grünflächen zu bewässern. Mehr als 30 000 Liter Wasser werden dazu täglich auf Gewächse unterschiedlicher Art gegeben.

Doch natürlich wird nicht alles bewässert, was grün ist und im Stadtgebiet gedeiht. "Wir müssen Schwerpunkte setzen. Eine flächendeckende Bewässerung können wir nicht leisten", sagt Johannes Günterberg, Ingenieur für Landschaftsbau bei der Stadtpflege.

Heißt konkret: Die Grün-Kolonnen beschränken sich in erster Linie auf Wechsel- oder Neupflanzungen. "Gerade Blumen oder junge Bäume haben meist noch kein ausgeprägtes Wurzelwerk und brauchen das Wasser", erklärt der 31-Jährige. Mithilfe großer 5000-Liter-Tanks, die an den beiden Groß-Sportanlagen in Korschenbroich und Kleinenbroich durch Brunnen befüllt werden, werde das Wasser direkt an Ort und Stelle gebracht und mit speziellen Spritzdrüsen auf Blumenbeete und Co. verteilt.

Markante Stellen im Stadtgebiet, die immer wieder Wasser brauchen, sind laut Johannes Günterberg die Blumenbeete auf dem Areal des Alten Friedhofs an der Pescher Straße, die Blumenkübel rund ums Rathaus sowie die Grünflächen an den Bahnhöfen in Korschenbroich und Kleinenbroich. "Darüber hinaus natürlich noch etliche junge Bäume, die sich in der Anwuchs-Phase befinden."

Einen speziellen Dienstplan für die Mitarbeiter der Stadtpflege gibt es für heiße Tage übrigens nicht, allerdings würden sie bei ganz extremen Temperaturen auch am Wochenende eingesetzt. "Das kam in diesem Jahr allerdings noch nicht vor", berichtet Günterberg.

Bewässert wird in der Regel den ganzen Tag über. Auch dann, wenn die Sonne richtig knallt. Ob die Pflanzen dadurch keinen Schaden nehmen? "Nein. Dass die Pflanze durch das Wasser verbrennt, stimmt nicht. So hohe Temperaturen können nicht erreicht werden. Allerdings verdunstet es schnell", sagt er.

Interessant ist, dass Stadtpfleger wie Vorarbeiter Klaus Schmitz nicht nur bei Sonnenschein, sondern auch bei Regenschauern gießen. "Manche Bürger sind dann irritiert. Doch die Schauer sind meist kurz - und es kommt oft nicht genug Wasser an die Wurzeln", beschreibt Schmitz. Er spricht von einer monotonen, aber zugleich abkühlenden Arbeit, die zumindest an den extrem heißen Tagen für einige neidische Blicke sorgen dürfte.

Im Gegensatz zu Blumenbeeten oder auch zu jungen Bäumen werden Rasenflächen im Stadtgebiet übrigens nicht bewässert. Ausnahmen sind lediglich die beiden großen Fußballplätze. "Die werden in der Sommer-Spielpause vertikutiert, gedüngt, neu besät, gemäht - und teilweise mit fest installierten Beregnungsanlagen bewässert", sagt Stadtpflege-Ingenieur Günterberg.

Quelle: NGZ
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