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Korschenbroich
Steinhauserin bringt ein Buch für englische Grammatik heraus

Korschenbroich. Birgit Kasimirski zählt sich nicht zu den Menschen, die immer schon unbedingt ein Buch schreiben wollten. Doch beim Blick auf das Regelwerk der englischen Grammatik konnte die 46-Jährige dann doch nicht widerstehen. Gründe dafür sind die ausgeprägte Liebe zur englischen Sprache, die Beobachtung, dass beinahe alle Schüler in ähnlichen Bereichen Schwächen und Unsicherheiten zeigen, und schließlich der Wunsch, über praxisorientierte Hilfestellungen zu motivieren. Von Angela Wilms-Adrians

Kasimirski hat England für sich früh, doch über einen Umweg entdeckt. Sie hatte zunächst bei einer großen Bank gearbeitet und war innerhalb eines halbjährigen Austauchprogramms für junge Berufstätige auf die Insel gegangen. Nach Ablauf der Frist verlängerte sie den Aufenthalt und suchte sich vor Ort Arbeit. "Bei mir hat es direkt Klick gemacht. Ich liebe England, auch wenn ich momentan ein bisschen beleidigt bin, weil die sich von uns abwenden", sagt Kasimirski mit Blick auf den Brexit.

Einmal infiziert, studierte sie in Bochum Anglistik, Amerikanistik und Politikwissenschaft. Nach mehreren Umzügen zog es sie von Wien nach Korschenbroich-Steinhausen, wo sie seit 2009 mit Mann und den beiden inzwischen acht und zehn Jahre alten Kindern wohnt. Beruflich hat Kasimirski mehrere Standbeine. Sie ist Journalistin, Übersetzerin und Englisch-Trainerin mit Schwerpunkt auf Erwachsenenbildung. "Es variiert, wie viel ich wo mache. Das Ganze hat sich als gute Kombination herausgestellt", fasst sie zufrieden zusammen.

In ihrem Grammatikbuch breitet sie auf 256 Seiten Regeln, Beispiele und Übungen aus. Die wichtigsten Grammatikzeiten sind übersichtlich eingeteilt. Dabei sind die in der Praxis am häufigsten verwendeten Zeiten hervorgehoben. "Ich möchte zeigen, dass Grammatik nicht unbedingt langweilig ist", sagt die zweifache Mutter. Sie fand problemlos einen Verlag. Der wünschte allerdings eine Gesamtgrammatik, während Kasimirski sich zunächst auf die wichtigsten Punkte konzentriert hatte. Sie rüstete ihr Regelwerk nach, so das jetzt von den Artikeln über die Adjektive bis hin zu Relativ- und Konditionalsätzen alles Wesentliche behandelt wird.

"Das war natürlich noch einmal Aufwand, aber durch die langjährige Praxis habe ich die Dinge im Kopf, und beim Selektieren hat mir die journalistische Erfahrung geholfen", sagt die Autorin. Sie ist überzeugt, dass eine übersichtliche Darstellung der Grammatik Mut macht und damit die Motivation zugunsten der Sprache erhöht. Ohnehin ist sie überzeugt, dass sich die praktische Seite am besten im direkten Umgang lernen lässt. Sie freut sich, dass inzwischen bereits ab der ersten Schulklasse Englisch unterrichtet wird. "Ich möchte meinen Kindern die Sprache nicht aufdrängen", sagt sie, hilft aber gerne. Als der Nachwuchs den Kindergarten besuchte, bot sie dort in kleinen Sprachgruppen ersten Englischunterricht an. Dazu stelle sie fest: "Die Kinder nehmen das in dem Alter einfach so mit."

Das Buch Englische Grammatik von Birgit Kasimiskio,, Anaconda-Verlag, ISBN 978-3-7306-0317-8, 7,95 Euro.

Quelle: NGZ
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