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Korschenbroich
Telekom stellt weitere Verteilerkästen auf

Korschenbroich. Viele Korschenbroicher diskutieren über die neuen Gehäuse. Anwohner können die Kästen gestalten. Von Christian Kandzorra

Seit einigen Wochen stellt die Telekom im Stadtgebiet für schnelleres Internet neue Verteilerkästen auf. Das sorgt für Diskussionen - vor allem seitdem das Unternehmen für seine VDSL-Vectoring-Technik einen knapp 1,70 Meter hohen, grauen Gehäusekasten zwischen Schlaf- und Arbeitszimmerfenster von Familie Brunner in Neersbroich aufgestellt hat. Der Blickfang nervt die Brunners - und stört auch an anderen Gebäuden in Korschenbroich: etwa an der denkmalgeschützten Vikarie an der Regentenstraße. Vor dem Fachwerkhaus stehen inzwischen drei Kästen. Zwei sind stark verwittert, der dritte ist nagelneu und so groß wie die beiden alten Gehäuse zusammen.

Nach Auskunft der Telekom können die neuen Kästen nur an den Stellen aufgestellt werden, an denen schon Anschlüsse vorhanden sind. "Es handelt sich um Verteilerkästen für unsere Glasfaser, in denen aktive Technik verbaut ist", erklärt Telekom-Sprecher André Hofmann. Dazu zählten Lüfter, die viel Platz in Anspruch nehmen. Viel Verständnis für die Diskussion hat er nicht. Sie sei zu einseitig - schließlich würde die Telekom eine neue Internet-Infrastruktur schaffen. Die Bürger müssten sich entscheiden: Entweder für oder gegen das schnelle Internet. Im Gegensatz zum Unternehmen Deutschen Glasfaser braucht die Telekom viele Verteilerkästen für ihr Glasfaser-Angebot, weil nicht jeder Haushalt ein eigenes Glasfaserkabel erhält. Die Telekom greift also ab dem jeweiligen Verteilerkasten auf die bestehenden Kupferleitungen im Boden zurück. Um trotzdem hohe Übertragungsraten erzielen zu können, stellt sie jetzt an mehreren Punkten im Stadtgebiet neue Verteiler auf. Die Stadt ist dazu verpflichtet, diese zu genehmigen.

Bürgern wie den Brunners ist es jedoch erlaubt, "kreative Akzente" zu setzen und den Kasten an ihrer Fassade zu bemalen oder zu bekleben. Motiv-Vorschläge können per Mail an die Adresse "produktion@telekom.de" geschickt werden. "Die Kosten müssen die Anwohner jedoch selbst tragen. Die Telekom übernimmt nur die Kosten für Begrünungen", sagt André Hofmann.

Quelle: NGZ
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