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Anschlag in Tunesien
Korschenbroich beerdigt IS-Opfer

Anschlag auf Touristenhotel in Tunesien
Anschlag auf Touristenhotel in Tunesien FOTO: afp, ADL/SH
Korschenbroich. Der bei dem Anschlag am 26. Juni im tunesischen Sousse getötete Korschenbroicher wird am Samstag beigesetzt. Mitbürger können sich in einem im Rathaus ausliegenden Kondolenzbuch eintragen.

Bei dem Attentat mit islamistischem Hintergrund kamen in dem tunesischen Badeort insgesamt 39 Menschen ums Leben, darunter zwei Deutsche aus Korschenbroich und Willich. Viele Bürger in Korschenbroich teilen die Trauer der Angehörigen, seit 5. Juli herrscht in der Stadt Trauerbeflaggung. Bürgermeister Heinz Josef Dick wird an der Beerdigung teilnehmen und den Angehörigen in einigen Tagen das Kondolenzbuch überreichen.

Polizei und Nationalgarde bewachen Strand von Sousse FOTO: ap

Der Terrorakt hat den Tourismussektor in Tunesien nachhaltig beschädigt. Laut Tui-Sprecherin Anja Braun haben mehr als ein Drittel aller Kunden bisher das Angebot genutzt, bis 31. Oktober umzubuchen oder kostenfrei von ihrem Urlaub zurückzutreten. Zwar gebe es auch wieder neue Buchungen. "Tunesien wird sich von diesem Einbruch aber in dieser Saison wohl nicht mehr erholen", sagt Braun. Das spiegelt sich auch in den Zahlen von Der-Touristik wider. Eine hohe vierstellige Gästezahl habe seit dem Anschlag den Tunesien-Urlaub storniert, sagte Pressereferentin Kerstin Schneider. "Die Neubuchungen haben stark nachgelassen, wir verzeichnen momentan nur etwa 30 Prozent Neubuchungen im Vergleich zum Vorjahr." Bei den Umbuchungen liegen Türkei, Bulgarien und Spanien hoch im Kurs, laut dem Deutschen Reise-Verband profitiert aber auch Griechenland als Alternativ-Ziel.

(jis/wi)
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