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Korschenbroich
TZG ist starker Partner für Berufseinsteiger

Korschenbroich: TZG ist starker Partner für Berufseinsteiger
Tag der offenen Tür im Glehner Technologie-Zentrum: Leiter Norbert Kothen im Gespräch mit Besucherin Katrin Maaß. Das Zentrum leistet wichtige Beiträge in Sachen berufliche Weiterbildung und Integration in den Arbeitsmarkt. FOTO: anja tinter
Korschenbroich. Beim Tag der offenen Tür präsentierte das Glehner Technologie-Zentrum seine Angebotspalette, die sich stets an den Anforderungen des Arbeitsmarktes orientiert. In den Fokus der Schulungen rückt die zunehmende Digitalisierung. Von Christian Kandzorra

Gute Stimmung herrschte jetzt im Technologie-Zentrum: Zum ersten Mal lud das Tochterunternehmen des Kreises Interessierte zu einem Tag der offenen Tür ein, der jetzt alle fünf Jahre wiederholt werden soll. Bei der Premiere konnten Besucher einiges austesten - und beispielsweise Spannendes im Umgang mit Smartphones und anderen technischen Geräten erfahren. Viele Menschen aus dem gesamten Kreisgebiet und darüber hinaus nutzten die Gelegenheit, um sich einen Eindruck von dem Weiterbildungszentrum zu verschaffen, das seit 1986 an der Hauptstraße im Stadtteil Glehn seinen Sitz hat.

Auch der ehemalige Landrat Dieter Patt zählte zu den Gästen, die dem Technologie-Zentrum (TZG) einen Besuch abstatteten. Er ist ein Mann der "ersten Stunde", denn als Verwaltungsmitarbeiter des Kreises hatte er Mitte der 80er Jahre mit die Initiative für die Einrichtung des Zentrums ergriffen. Die Kernintention bei der Gründung: Die Mitarbeiter mittelständischer Unternehmen sollten im Umgang mit der damals für die meisten noch neuen EDV-Technik geschult werden. "Zu dieser Zeit hatten sehr viele Menschen Nachholbedarf", erinnert sich Patt. Für damalige Verhältnisse sei das Weiterbildungszentrum etwas sehr Besonderes gewesen. Mit dem TZG habe der Kreis Maßstäbe gesetzt. "Das Zentrum ist immer mit der Entwicklung gegangen", betont Dieter Patt.

Bis heute ist das TZG seiner Linie treu geblieben: Es finden immer noch EDV-Kurse statt, allerdings ist die Palette an Angeboten in Bezug auf berufliche Weiterbildung und der Integration in den Arbeitsmarkt deutlich größer geworden. "Pro Jahr nehmen bei uns etwa 110 Berufseinsteiger an Schulungen unterschiedlicher Art teil", erzählt Norbert Kothen. Er ist Chef im TZG, zu dem seit einiger Zeit auch die sogenannte Beschäftigungsförderungsgesellschaft gehört. Diese Gesellschaft hat sich insbesondere der Integration von Menschen in den Arbeitsmarkt verschrieben und arbeitet daher eng unter anderem mit der Arbeitsagentur zusammen. "Glehn ist insofern für uns ein starker Partner. Bei den Schulungen erlangen Jobsuchende Qualifizierungen, die oft nachgefragt werden", sagt Wolfgang Draeger von der Arbeitsagentur, die viele der Schulungen finanziell unterstützt. "Manche sind nach den intensiven Kursen zum Beispiel im Umgang mit Computertechnik fitter als die, die schon Jahre damit arbeiten", sagt Landrat Hans-Jürgen Petrauschke.

Die Angebotspalette ist riesig: Sie reicht vom klassischen EDV-Kursus über die Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche bis hin zu maßgeschneiderten Schulungen, die den Karrierestart in bestimmten Berufsnischen erleichtern. "Ab 2018 bieten wir unter anderem einen Lehrgang für ,Digital-Manager' an", sagt Raimund Franzen, einer von 46 Mitarbeitern. Damit reagiert das TZG auf die zunehmende Digitalisierung, die sich nicht mehr aufhalten lässt. Bei aller Vielfalt der Angebote: Es gibt auch noch den klassischen Computerkursus - auch für Senioren. Inzwischen hat sich im TZG sogar ein kleiner Klub gegründet. Mitglied ist dort auch der 81-jährige Hanspeter Hassels. Er sagt: "Ich fühle mich fit im Umgang mit dem PC." Bereits seit 2004 ist er dabei. "Damals wollte ich wissen, wie ich ins Internet komme", sagt Hassels.

Quelle: NGZ
 
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