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Korschenbroich
Ukrainischer Erzbischof in Glehn

Korschenbroich. Einen besonderen Gast konnte Protopresbyter Paul Echinger vom Patriarchat Kiew der Ukrainischen Orthodoxen Kirche jetzt in der Glehner Josefshauskapelle am Technologiezentrum empfangen: Als Leiter des Amtes für kirchliche Außenbeziehungen besuchte Erzbischof Hilarion von Rivne und Ostroh als hochrangiger Vertreter der orthodoxen Kirche in der Ukraine den Rhein-Kreis und machte für einen längeren Gottesdienst auch Station in Glehn.

Damit war der Erzbischof der Einladung von Paul Echinger gefolgt. Er feierte mit rund 60 Besuchern in der gemütlichen Kapelle einen Gottesdienst, der anders als in der katholischen oder evangelischen Kirche viel stärker von Fürbitten geprägt war. Mit seinem Besuch zeigte Erzbischof Hilarion auch seine Anerkennung für all diejenigen, die die Ukraine unterstützen. Denn durch die anhaltenden Konflikte in dem Land befindet sich die Ukraine im Wandel. Beinahe täglich berichten Medien von neuen Gefechten zwischen ukrainischen Truppen und prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine ausgetragen werden.

Die politische Komponente klammerten die Geistlichen in der Glehner Josefshauskapelle beim Gottesdienst allerdings aus. "Wir wollen uns neutral zeigen und für den Frieden beten", sagte der ukrainische Erzbischof, der aus einer Stadt knapp 300 Kilometer von Kiew entfernt stammt. Später sagte er zum Konflikt: "Wir müssen den Tatsachen ins Auge sehen und klar feststellen, dass Russland uns einen Teil unseres Landes wegnehmen will." Die Kirche wolle sich aber weiterhin dafür stark machen, dass Politiker nicht ihre Macht missbrauchen, und gegen Korruption kämpfen.

In Glehn fühlte sich Erzbischof Hilarion, der dort einige Kontakte pflegte, übrigens sichtlich wohl. Deutsche und ukrainische Gemeindemitglieder empfingen ihn herzlich und freuten sich über den Besuch aus der Ukraine.

(cka)
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