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Korschenbroich
Umweltausschuss beschließt die Fällung von Pappeln auf 1,5 Hektar

Korschenbroich. Auf einer Gesamtfläche von rund 1,5 Hektar ist für das Hoppbruch ein Holzeinschlag geplant. Für die Endnutzung werden Pappeln gefällt und geeignete Bäume als Totholz für Spechte, andere Höhlenbrüter und Fledermäuse erhalten. Die Maßnahme ist Teil des Forstwirtschaftsplans 2018, der vom Umweltausschuss angenommen wurde. Zuvor hatte Forstamtmann Stephan Thoneick vom Regionalforstamt Niederrhein die Maßnahmen erläutert. Von Angela Wilms-Adrians

Er betonte, dass die meisten Pappeln in der Nachkriegszeit gepflanzt wurden, und angesichts ihrer begrenzten Lebensdauer gefällt werden müssen. "In freier Landschaft sind Pappelreihen wünschenswert", so Thoneick. Er berichtete, dass hier gefällte Reihen durch die stabilere, hiesige Schwarzpappel ersetzt werden. Die mit Pappeln bestockte Fläche im Hoppbruch soll nach der Endnutzung mit standortgerechten Laubhölzern wie Stileiche, Hainbuche und Winterlinde bepflanzt werden. Thoneick führte aus, dass für die Verkehrssicherung entlang der Wege und an den Außengrenzen der Bestände 5000 Euro vorgesehen sind, für die Entsorgung von Müll und Unrat aus den Forstflächen 3000 Euro. Zur Kostenübersicht erklärte der Forstamtmann, dass sich bei der Verrechnung von Einnahmen aus dem Holzverkauf und Fördermitteln ein Zuschuss von 27.302 Euro ergibt.

Bernd Makowiack (Ulli/ Zentrum) wollte dem Antrag nicht zustimmen, da in den vergangenen Jahren nur Verluste erwirtschaftet wurden. Es sei natürlich selbstverständlich, dass umsturzgefährdete Bäume an den Wegen gefällt werden müssten. Dafür fand er jedoch keine Zustimmung. Beigeordneter Georg Onkelbach hielt ihm entgegen: "Es geht um unseren Wald, unser Eigentum. Das verpflichtet." In der Erwiderung auf Makowiacks Wortbeitrag stellte Wolfgang Houben (Bündnis 90/ Die Grünen) fest: "Die Lösung darauf wäre, dass wir in dem von Ihnen geforderten Umfang den Wald verkaufen". Der sachkundige Bürger Georg Waldmann hob den Erholungswert des Waldes hervor.

Thoneick rechnete vor, dass der Zuschussbedarf auf die Einwohnerzahl umgelegt einen Betrag von 1 Euro pro Bürger ausmacht. "Das sollte der Wald uns wert ein", stellte er fest. Der Forstwirtschaftsplan 2018 wurde angenommen.

Quelle: NGZ
 
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