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Korschenbroich
Umweltmarkt zieht vom Zelt in die Ortsmitte

Korschenbroich: Umweltmarkt zieht vom Zelt in die Ortsmitte
Sie werden am 26. Juni ihre umweltfreundliche Geschäftsidee vorstellen: die Fahrradkuriere Jara Sitt (l.) und Christiane Wiemers. FOTO: Woitschützke
Korschenbroich. Das überalterte Marktkonzept bekommt einen neuen Anstrich, einen neuen Namen und mit dem City-Ring auch einen neuen Veranstalter. Von Ruth Wiedner

Der Umweltmarkt ist in die Jahre gekommen: Seit 1991 wurde die Info-Börse in einem Zwei-Jahres-Rhythmus zuletzt als Zeltveranstaltung im Oktober von der Stadt Korschenbroich organisiert. Doch damit ist jetzt Schluss. "Termin und Konzept, Ort und Inhalt sind neu", schwärmt City-Ring-Chef Christoph Kamper von der neuen Großveranstaltung. Sie feiert am 26. Juni von 11 bis 18 Uhr Premiere im historischen Ortskern. Neben den Themenschwerpunkten wie Bauen, Energie, Wohnen, Finanzieren, Sicherheit und Umwelt wollen die Einzelhändler mit einem verkaufsoffenen Sonntag einmal mehr Besucher in die City ziehen.

"Wir sind Veranstalter", erklärt Christoph Kamper gegenüber unserer Redaktion. Allerdings haben sich die Korschenbroicher Einzelhändler - wie zuletzt beim Herbstfest - professionelle Hilfe bei der Veranstaltungsagentur von Christian Trowe geholt. "Er übernimmt die Organisation und die Umsetzung in Eigenregie", skizziert Kamper den neuen Weg.

Die Idee dazu hatte übrigens Bürgermeister Marc Venten. "Ich freue mich, dass wir als Verwaltung gemeinsam mit den Einzelhändlern das bisherige Format weiterentwickelt haben, um die Bürger über wichtige Alltagsthemen zu informieren", sagt Venten. Er spricht zudem von Wirtschaftsförderung: "Den heimischen Unternehmen und Betrieben wollen wir so eine Plattform bieten, um ihre Dienstleistungen und Produkte vorzustellen."

Wirtschaftsförderin Stefanie Bössem hat daher fast 180 Gewerbetreibende, Institutionen, örtliche Verbände und heimische Vereine angeschrieben, die in den betreffenden Bereichen aktiv sind. Und mit Blick auf die geplanten Baugebiete hat die Fachfrau neben Architekten auch Energieberater, Versorger, Bauunternehmer und Handwerker angesprochen. Natürlich ist auch die Stadt mit einem Stand am Start: Die Verwaltung informiert über aktuelle Bauplanungen und laufende Themen aus dem Bereich des Umweltschutzes.

Mit von der Partie wird auch Christiane Wiemers sein. Die Kleinenbroicherin, die seit elf Jahren als Kurierfahrerin im Einsatz ist, wird ihr neues Lasten-Fahrrad mitbringen und ihre umweltfreundliche Geschäftsidee vorstellen. Wiemers begrüßt den neuen Weg und die Kombination aus Information und verkaufsoffenem Sonntag: "Auf diese Weise kann man mehr Menschen erreichen."

Genau das will Christian Trowe. Er hofft zunächst auf gut 80 Aussteller. "Wir wollen langsam wachsen", sagt er bescheiden. Sein Ziel ist es, aus der Auftaktveranstaltung langfristig "eine Marke" für die Stadt Korschenbroich zu entwickeln, die sich jedes Jahr wiederholen lässt. "Den Rhythmus machen wir vom Premierenerfolg abhängig."

Um das angestaubte Image des bisherigen Umweltmarktes völlig abzuschütteln, suchen der Organisator Christian Trowe und der City-Ring-Vorsitzender Christoph Kamper noch nach einem griffigen Namen. Das Motto steht aber jetzt schon fest: Sie werben mit "Korschenbroich - l(i)ebenswert".

Quelle: NGZ
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