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Korschenbroich
Unermüdliche Hilfe für Kinder in Namibia

Korschenbroich: Unermüdliche Hilfe für Kinder in Namibia
Auch in Namibia sollen junge Menschen mit moderner Computer-Technik lernen. Der Glehner Verein hat 21 Computer und Laptops fürs Kolleg in Usakos beschafft. FOTO: Norbert Rothausen/Kinder- und Familienhilfe namibia
Korschenbroich. Der Glehner Verein "Kinder- und Familienhilfe Namibia" konnte 21 Computer für das Berufskolleg Anistémi nach Usakos schicken. Von Elena Burbach

39 Patenkinder unterstützt die Kinder- und Familienhilfe Namibia" in dem afrikanischen Land. Möglich machen das 89 Patenschaftsfamilien. Doch der Verein mit Norbert Rothausen als Vorsitzendem leistet noch viel mehr. In Kooperation mit der Organisation "Labdoo" und der "AG Namibiahilfe" wurden 21 Computer nach Afrika geschickt. Eine Sendung, die dringend notwendig war, denn das Berufskolleg "Anistémi" in Usakos bietet unter anderem auch Ausbildungen in Informations- und Kommunikationstechnik an. Computer sind da unerlässlich. An dem Berufskolleg in Usakos lernen auch 20 Patenkinder der "Kinder- und Familienhilfe Namibia". Viele der ersten Patenkinder - der Verein wurde im Jahr 2005 gegründet - sind mittlerweile in ein Alter gekommen, in dem die Berufsfindung von hoher Bedeutung ist.

Das Kolleg in Usakos ist eine von mittlerweile drei Schulen, die der Verein tatkräftig in Namibia unterstützt. Auch die Talitha-Kumi-Schule und der Montessori-Kindergarten in Arandis wurden in der Vergangenheit mit Computer-Lieferungen versorgt.

Auch andere Hilfe - Kleidung, Schulbücher, Bettwäsche und anderes - ging jetzt wieder nach Afrika. FOTO: Verein

Das in diesem Jahr gebaute "Anistémi"-Kolleg in Usakos solle dringend weiter gefördert werden, "denn in Namibia gibt es keine vergleichbare Berufsausbildung wie in Deutschland", erklärt Norbert Rothausen. Mit einer hohen Arbeitslosenquote in Namibia leiste das Berufskolleg einen wichtigen Beitrag, damit Schüler aus dem Armuts-Kreislauf ausbrechen können.

Doch der Verein hat noch mehr vor: "Das Angebot der Ausbildungsfächer soll erweitert werden", wünscht sich Rothausen. Neben Ausbildungsgängen in Informations- und Kommunikationstechnik, Tourismus und Gastronomie, Bürokommunikation und Holzverarbeitung will der Verein weitere Ausbildungen ermöglichen.

"Wir werden in diesem Jahr wieder über 40.000 Euro Spendengelder erreichen", erklärt der Vorsitzende. Die Kinder- und Familienhilfe Namibia hat damit eine Grundlage für ihre umfangreichen Hilfsleistungen wie Arztbesuche, psychologische Hilfe oder Lehrer-Gehälter für die Schulen. Was den verhältnismäßig kleinen Verein ausmacht: "Wir haben keine Verwaltungskosten. Gut 98 Prozent der Gelder fließen direkt in die Projekte vor Ort", betont Rothausen.

Neben knapp 2500 Euro Einnahmen durch die Patenschaften generiert der Verein immer wieder auf verschiedenen Wegen neue Spendengelder, etwa durch die Ausrichtung des Schloss Dyck Laufs, den die Namibia-Hilfe bereits zum achten Mal mitorganisiert hat. "In unserem Vorstand sitzen außerdem sehr kreative Leute", meint Norbert Rothausen mit Blick auf verschiedene Aktionen. Seit kurzem ist die "Kinder- und Familienhilfe Namibia" auch auf Amazon-Smile registriert. Weihnachtseinkäufe können beispielsweise darüber getätigt werden, wodurch dann 0,5 Prozent des jeweiligen Einkaufwertes an den Verein gehen.

Die 89 Patenfamilien können sich in den kommenden Tagen wieder auf ihre alljährliche Weihnachtspost mit Briefen und Bildern der unterstützten Kinder freuen. Der Kontakt untereinander ist dem Vorsitzenden sehr wichtig. Norbert Rothausen bietet deswegen regelmäßig Fahrten nach Namibia an, damit sich die Patenfamilien kennenlernen. "Diesen Austausch wollen wir auch in Zukunft weiter fördern", sagt der Vorsitzende.

In den kommenden zwei Jahren organisiert der Verein auch einen Deutschland-Besuch von 15 Kindern und deren Betreuern aus Namibia. Bereits in diesem Monat wird ein Patenkind, das nun schon seit 14 Jahren von seiner deutschen Patenfamilie unterstützt wird, nach Deutschland reisen. "Das stärkt natürlich die Verbindung zu den Paten", freut sich Norbert Rothausen.

Der Vereinsvorsitzende selbst wird im März nächsten Jahres wieder mit einer zehnköpfigen Reisegruppe nach Namibia fliegen. Dort habe sich in den vergangenen elf Jahren vieles zum Positiven verändert, berichtet Norbert Rothausen. Dass der Verein in Namibia so viel ausrichten kann, habe er bei der Gründung im Jahr 2005 nicht gedacht.

Quelle: NGZ
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