| 19.50 Uhr

Korschenbroich
Unges Pengste begeistert die Massen

Unges Pengste 2016: So schön war die Parade
Unges Pengste 2016: So schön war die Parade FOTO: Christian Kandzorra
Korschenbroich. Von den "Eisheiligen" ließen sich weder Aktive noch Besucher abschrecken. Sie strömten nach Korschenbroich, um die prunkvollen Königsparaden zu sehen. Mehr als 30.000 Besucher erlebten Brauchtum vom Feinsten. Dienstag geht's weiter. Von Ruth Wiedner

Eine Kältefront zu Unges Pengste – bis zur Wochenmitte wollte es noch niemand glauben. Doch jetzt ist sie da. Für die beiden großen Bruderschaften kein Problem. "Die Uniformjacken sind dick und entsprechend warm", bringt es Sebastianer-Präsident Peter Schlösser auf den Punkt. Augenzwinkernd merkt er an: "Zur Not gibt's auch noch Angora-Wäsche. Das wird jeder für sich entscheiden." Die langen Marschwege treiben selbst bei Temperaturen um die zehn bis zwölf Grad so manchem Schützen Schweißperlen auf die Stirn.

Auch die Zuschauer ließen sich nicht abschrecken. Sie packten eine Jacke mehr ein und strömten wie jedes Jahr in den historischen Ortskern, um bei Unges Pengste hautnah dabei zu sein. "Unges Pengste ist Kult", hatte Bezirksbundesmeister Horst Thoren noch am Sonntagmorgen bei der Ordensverleihung im Zelt ausgerufen. Damit sollte der Schützenchef einmal mehr Recht behalten: Mehr als 30.000 Besucher zog das große Schützen- und Heimatfest an den ersten drei von fünf Festtagen nach Korschenbroich. Daran änderte auch die "kalte Sophie" nichts.

Unges Pengste 2016

Rund 1500 stattliche Marschierer und schmucke Musiker zeigten sich bei den beiden großen Königsparaden von ihrer besten Seite. Bereits am Sonntag wurde die Königsparade zu Ehren der beiden Regenten, Marco Krames (Sebastianer) und Sohn Martin Krames (Junggesellen) mit anschließendem Großen Zapfenstreich vor der Ehrentribüne zu einem unvergesslichen Ergebnis: Gänsehaut-Feeling. Aber auch Montag genossen die Marschierer ihren Einsatz bei abgekühlten Temperaturen, immer wieder angereichert von Sonnenstrahlen. "Nur trocken muss es sein", war der Wunsch von Präses Marc Zimmermann. Das blieb es auch zur Freude aller – abgesehen von wenigen Regentropfen am Sonntag. Oberst Rolf Winkens, General Fabian Hintzen und die Hauptleute hatten das Doppel-Regiment an beiden Tagen im Griff. Aber nicht nur die Schützen kosteten die Festtage in vollen Zügen aus. Die Königsparaden und der anschließende Kirmesbesuch wurden zum Familienereignis, passend zum aktuellen Slogan "Ein Fest, zwei Könige, eine Familie".

Bei aller Freude trügt doch ein tragischer Unfall die Stimmung bei den Verantwortlichen: Ein Fahnenoffizier der Junggesellen liegt mit Kopfverletzungen im Krankenhaus. Er war am frühen Sonntagmorgen auf dem Kirmesplatz auf den Hinterkopf gestürzt. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung.

Die Königspaare beim Königsball: Martin Krames mit Stephanie sowie Marco Krames mit Martina. FOTO: Horst Thoren
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