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Korschenbroich
Verein plant Suppenküche in Bulgarien

Korschenbroich: Verein plant Suppenküche in Bulgarien
Josef Hoffmann im Einsatz: beim Reparieren eines Spielgeräts (r.) und bei der Weihnachtsfeier eines Kindergartens in der Stadt Skutare bei Plovdiv. FOTO: privat
Korschenbroich. Der Verein "Humanitäre Hilfe Korschenbroich" will in der bulgarischen Großstadt eine Einrichtung für Bedürftige aufbauen. Vorsitzender Josef Hoffmann sammelt Spenden, die auch an ein Altenheim und an Kinder gehen. Von Rudolf Barnholt

Josef Hoffmann vom Verein "Humanitäre Hilfe Korschenbroich" hat einen "Wunschzettel", auf dem Süßigkeiten ebenso stehen wie eine gebrauchte Profi-Küche. Er möchte mit diesen Dingen Kinderaugen in Bulgarien zum Strahlen bringen, aber auch Senioren glücklich machen. Die wirtschaftliche Situation beschreibt Hoffmann mit zwei Worten: "Nicht rosig."

Plovdiv ist eine Großstadt mitten in Bulgarien, rund 150 Kilometer östlich von Sofia gelegen. In unmittelbarer Nähe dieser Stadt möchte der Korschenbroicher Verein eine Suppenküche eröffnen. "Wir haben diesen Plan schon seit einiger Zeit", erklärt der Epsendorfer. Ein Gebäude konnte mittlerweile gefunden werden. Der Haken an der Sache: Es ist stark renovierungsbedürftig. "Wir hoffen deshalb auf Unterstützung", erklärt der Ehrenamtler. So versucht er, mit Baumärkten vor Ort Kontakt aufzunehmen. Geldspenden wären ihm lieber als Sachspenden, weil der Transport sehr teuer ist und es die erforderlichen Materialien auch in Bulgarien zu kaufen gibt. Die Mahlzeiten sollen, wenn das Haus renoviert und die Küche eingerichtet ist, zu den zumeist alten Menschen gebracht werden. Aber ein großer Raum bietet sich an, um auch in der Suppenküche sozial Schwachen für ganz kleines Geld eine warme Mahlzeit zu bieten. "Wie viele Personen wir vor Ort verköstigen können, wissen wir derzeit noch nicht", sagt Josef Hoffmann. Er träumt von einer Profi-Küche, für die der finanzschwache Verein jedoch nichts zahlen könnte und freut sich, dass es schon jede Menge Besteck und Geschirr gibt. Allerdings würden noch richtig große Kochtöpfe gebraucht.

Josef Hoffmann im Einsatz beim Reparieren eines Spielgeräts. FOTO: privat

In Skutare nahe Plovdiv gibt es ein Altenheim, das ein wenig liebevolle Zuwendung braucht. Zwar ist es nicht so, dass da zerlumpte Gestalten mit Mützen und Handschuhen in ihren Betten vor Kälte zittern, gleichwohl sind die Lebensbedingungen dort mit denen in unseren Altenheimen nicht zu vergleichen. Der Verein "Humanitäre Hilfe Korschenbroich" hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, das Haus aufzupeppen. "Wir arbeiten dort mit dem sehr engagierten Verein "Schenke Hoffnung" zusammen", erklärt Josef Hoffmann. Vor zwei Jahren konnte sein Verein unter anderem elf Paletten mit Bettwäsche in dieses Altenheim schicken. In der Neusser Halle stapeln sich Textilien, die eine Kaufhauskette vor Verfügung gestellt hat. Doch was nützte die schönste Kleidung, die wärmste Bettdecke, wenn die sanitären Einrichtungen wie aus Zeiten zu Beginn des 20. Jahrhunderts wirken? Hier besteht Handlungsbedarf, der Verein möchte sich gerne der Herausforderung stellen. Eine Herzensangelegenheit für Josef Hoffmann und seine Mitstreiter ist es, Kinder in Goze Delschev glücklich zu machen. Die Zeiten, als Süßwarenfirmen einige Paletten ihrer Leckereien locker machten, ist jedoch längst vorbei. Josef Hoffmann ist deshalb auf Süßigkeiten-Spenden dringend angewiesen.

Am 10. Dezember soll der Lkw beladen werden - etwas später als sonst, aber der Maternus-Kindergarten in Kleinenbroich veranstaltet am 4. Dezember seine Nikolausfeier, von der auch wieder die "Humanitäre Hilfe Korschenbroich" profitieren wird.

Quelle: NGZ
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