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Korschenbroich
"Verstärkung" aus Pesch

Korschenbroich. Die Liedberger begannen mit Salutschüssen und feierten dann ein prachtvolles Schützenfest. König Thomas Eicker steht im Mittelpunkt. Seine Königin kommt nicht aus Liedberg – egal. Eine Schützenzeitung gibt's auch. Von Magda Korres

Liedberg Ein neuer Brauch beim Schützenfest in Liedberg? Erstmals wurde das Schützenfest der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft am Samstag mit 21 Salutschüssen eingeböllert, abgefeuert vom Kanonenzug aus Jüchen-Garzweiler. Zu einer dortigen Gruppe gehört auch der Sohn Henrik von Peter Holter, Oberst in Liedberg.

Beim Antreten zur Errichtung der Königsmaien brannte die Sonne noch recht warm vom blauen Himmel, was den Schützen "Marscherleichterung" einbrachte. So marschierten sie im weißen Hemd mit kurzen Ärmeln und Krawatte zunächst zur Königsresidenz neben dem Landgasthaus an der B 230. Der Königsmai war so schwer, dass vier Züge, und zwar "Schöne Hujos", "Gut Schuss", "Weg frei" und "frei Weg", ihn anheben mussten. Dafür gab es später eine Runde Königsbier.

Majestät Thomas Eicker

Im Mittelpunkt des viertägigen Schützenfestes steht Majestät Thomas Eicker. Königin an seiner Seite ist Anna Krapohl, "eine gute Freundin aus dem Nachbarort Pesch", wie es zur Krönung bei der Frühkirmes hieß. Die Ministerpaare sind Markus und Andrea Pabst sowie Andreas und Alexandra Scharner. König Thomas ist der Neffe von Willi Schellen, Inhaber des Landgasthauses, der 1990 König zum 125-jährigen Jubiläum der Bruderschaft war.

Schmunzeln oder lachen können die Liedberger beim diesjährigen Schützenfest auch über eine kleine Bierzeitung mit dem Titel "Liedberg – Ort der überragenden Feste", die es in sich hat. "Hier werden Liedberger Eigenheiten humorvoll durch den Kakao gezogen", versicherte Pressesprecher und Schriftführer Michael Götzen. Illustriert ist das kleine Heft mit Fotos aus dem Alltagsleben der Königszüge.

"6 Uhr großes Wecken", hieß es am Sonntag. Das dürfte nicht nur die Schützen, sondern auch die Bürger aus dem Schlaf gerissen haben. Zum 33. Mal fand das Festhochamt als Feldgottesdienst am historischen Kriegerdenkmal statt. Die Messe zelebrierte Präses Frank Josef van de Rieth. Den musikalischen Rahmen gab der Musikverein Kleinenbroich. Bei der Gefallenenehrung auf dem alten Friedhof sang der MGV "Cäcilia Liedberg". Danach gingen die einzelnen Züge zum Frühschoppen in ihre Vereinslokale, die drei Liedberger Familien-Gaststätten.

Heute am Tag des Brauchtums kommen rund 70 Schüler und Schülerinnen der Grundschule mit Eltern und Lehrern, fast alle in Klompen, ins Zelt zum Klompenball. Das erwartet jedenfalls Brudermeister Josef Schnock.

Quelle: RP
 
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