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Korschenbroich
Wahlbüro im Rathaus ist startklar

Korschenbroich: Wahlbüro im Rathaus ist startklar
Am 13. September werden der Landrat und der Bürgermeister gewählt: Im Korschenbroicher Rathaus wurde bereits gestern von Michael Beyer, Marie-Luise Eickels und vom Beigeordneten Thomas Dückers (v.l.) das Wahlbüro eingerichtet. FOTO: Ilgner
Korschenbroich. Fünf Kandidaten bewerben sich bislang um die Nachfolge von Bürgermeister Heinz Josef Dick. Die Kandidatenliste wird am 27. Juli geschlossen. Gewählt wird am 13. September. Das Wahlbüro im Korschenbroicher Rathaus ist eingerichtet. Von Ruth Wiedner

In Wahlangelegenheiten ist er ein ausgewiesener Profi: Für Michael Beyer ist es bereits die 25. Wahl, die er im Korschenbroicher Rathaus federführend vorbereitet. Und doch wird der 13. September auch für ihn zu einer Premiere. "Wir wählen nur die Verwaltungschefs", sagt Michael Beyer. Gewählt werden der Landrat für den Rhein-Kreis und der Bürgermeister für die Stadt Korschenbroich. "In der Regel gibt es diese Einzelwahlen nur in Ausnahmefällen", spricht Beyer den vorzeitigen Rücktritt, die mögliche Abwahl oder den plötzlichen Tod eines Amtsinhabers an.

Generell wurden in Nordrhein-Westfalen immer Stadtrat und Bürgermeister zeitgleich gewählt. Für 2015 ist es anders. Lange im Vorfeld wurde die Amtszeit des Stadtoberhauptes um ein Jahr verlängert. Diese zeitliche Trennung - in der Gemeindeordnung gesetzlich verankert - hat sich zwischenzeitlich überholt. "Ab 2020 ist dann wieder alles wie früher - Rat und Bürgermeister stehen am gleichen Tag zur Wahl", sagt Beyer und blättert entspannt in seinem Terminkalender.

Mit Marc Venten (CDU), Albert Richter (SPD), Hanns-Lothar Endell (Aktive), Georg Waldmann (Parteiloser für die Grünen) und Thomas Stahn (Zentrum/Uli) stehen fünf Bewerber fest. "Erfahrungsgemäß dürfte nichts mehr kommen", so Beyer. Die Bewerberliste wird er am kommenden Montag, 27. Juli, um 18 Uhr schließen. Dann erst läuft offiziell die Frist für weitere Bürgermeister-Kandidaten ab. Wer als Einzelbewerber in Korschenbroich antritt, muss 210 Unterstützungsunterschriften vorlegen. Der Wohnort spielt hingegen keine Rolle. "Der Bewerber kann auch aus Berlin, München oder Wuppertal kommen", erklärt Thomas Dückers, Erster Beigeordneter, die gesetzlichen Vorgaben.

So lange kann das Wahlteam um Michael Beyer und Marie-Luise Eickels mit den Vorarbeiten aber nicht warten: Die 23 Wahllokale stehen bereits fest, der Ratssaal ist für die Präsentation reserviert, die Druckaufträge für die Wahlbenachrichtigungen, die Briefwahlunterlagen und für die Wahlzettel sind anvisiert. Die Zeit läuft auch mit Blick auf den Einsatz von 224 Wahlhelfern. "Die schriftlichen Anfragen sind längst verschickt, allerdings treffen die Zusagen bei uns ferienbedingt nur schleppend ein", erklärt Marie-Luise Eickels. Wer am Wahltag als Freiwilliger für ein Erfrischungsgeld von 35 Euro Dienst schieben möchte, kann sich ab sofort im Bürgerbüro melden.

Bei allen Vorbereitungen hat Michael Beyer Plan B im Blick. Er rechnet mit einer Stichwahl. Und auch Thomas Dückers hält das für wahrscheinlich: "Bei fünf Kandidaten wird es schwierig, direkt im ersten Wahlgang mehr als 50 Prozent einzufahren." Die Stichwahl würde dann am 27. September folgen. "Wir planen vorsorglich mit beiden Terminen, dann sind wir auf der sicheren Seite", sagt Beyer. Wichtig ist ihm bei all der Arbeit "eine hohe Wahlbeteiligung".

Quelle: NGZ
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