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Korschenbroich
Waldsportanlage: Sanierung nur mit Eigenleistung

Korschenbroich: Waldsportanlage: Sanierung nur mit Eigenleistung
Trübe Aussichten beim VfB Korschenbroich: Noch immer bereitet die schlechte Drainage des Ascheplatzes Ärger. Eine Besserung ist noch lange nicht in Sicht. FOTO: SSV
Korschenbroich. Die Stadt sieht keine Möglichkeit, die Waldsportanlage mit eigenen Mitteln instandzusetzen. VfB-Vereinsvorsitzender Adrians hofft auf Förderprogramme der EU. Von Rudolf Barnholt

Der Traum ist wie eine Seifenblase zerplatzt: Die Sanierung der Waldsportanlage für geschätzte 1,6 Millionen Euro ist in weite Ferne gerückt. Die Stadt und die Vereine hatten auf eine 90 prozentige Förderung durch den Bund gehofft. Eine blauäugige Vorstellung, war das Programm des Bundes doch zu 200 Prozent überzeichnet. Wie es jetzt weitergeht, ist völlig offen. Fest steht, dass sich die Waldsportanlage in einem sehr schlechten Zustand befindet. Auf der Jahresmitgliederversammlung des VfB Korschenbroichs herrschten Ratlosigkeit und Verärgerung: Werden die Korschenbroicher Sportanlagen vernachlässigt?

Obwohl derzeit 162 Kinder und Jugendliche Fußball im Korschenbroicher Traditionsverein spielen, zeichnet Trainer Frank Wachmeister ein düsteres Bild ab: "Der Rasenplatz ist nur an drei Monaten im Jahr bespielbar, und der Ascheplatz befindet sich in einem katastrophalen Zustand. Die nächsten fünf Jahre werden entscheidend sein, die Situation ist für den Verein existenzbedrohend."

Trainer Mathias Schüth drückt die Misere so aus: "Wenn der TÜV käme, gäbe es eine Mängelliste, die von hier bis Kleinenbroich reicht." Günter Adrians, VfB-Vorsitzender sowie Vorsitzender der "Initiative Zentrale Sportanlage", weiß sehr genau, was die Mitglieder ärgert: "Sie sehen, dass Korschenbroich umgeben ist von Gemeinden mit modernen Sportanlagen. Nur auf ihrer Anlage tut sich nichts."

Der stellvertretende Bürgermeister Albert Richter stand den Kickern während der Versammlung Rede und Antwort. Ermutigendes hatte er nicht zu berichten, im Gegenteil. "Ich sehe keine Möglichkeit, dass die Stadt die Sportanlage mit eigenen Mitteln instandsetzen kann", sagt Richter. Für ihn sei es schon ein Erfolg, dass die Sportanlage in Kleinenbroich mit Landesmitteln saniert werden könne. Seine Strategie: "Wir müssen jetzt eruieren, was möglich ist." Die Stadt werde die Aufgabe auf keinen Fall alleine stemmen können. "Wichtig", so Richter, "ist, dass der Spielbetrieb aufrecht erhalten werden kann".

Von einer Flickschusterei hielten die Mitglieder nicht viel. Ärger bereitet noch immer die schlechte Drainage auf dem Ascheplatz. Richter gehe aber nicht davon aus, dass in absehbarer Zeit Fördertöpfe in Anspruch genommen werden können. Fest steht für ihn jedoch, dass sich die Fußballer und die Leichtathleten an der Sanierung ihrer Sportanlage beteiligen müssen.

Günter Adrians wies darauf hin, dass er Verwaltung und Politik so schnell wie möglich auf die Problematik ansprechen werde. Es ginge unter anderem darum, zu erkunden, ob es EU-Programme gibt, von denen auch die Korschenbroicher profitieren können. Fest steht zumindest, dass die Stadt das Problem alleine nicht lösen kann.

Quelle: NGZ
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