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Korschenbroich
Wenn der Hoppbruch zum Therapieraum wird

Korschenbroich: Wenn der Hoppbruch zum Therapieraum wird
Sie hat sich in Korschenbroich niedergelassen: Romana Pollen, Heilpraktikerin für Psychotherapie. FOTO: D. Ilgner
Korschenbroich. Hell und einladend präsentieren sich die neuen Praxisräume der Korschenbroicher Heilpraktikerin Romana Pollen (41). Was auffällt, sind die großformatigen Fotos an den Wänden, die alle den Wald als Motiv haben - seien es Waldwege, Lichtungen oder einzelne Bäume. "Die Fotos kommen nicht von ungefähr. Aufenthalte im Wald bringen substantielle Vorteile für die geistige Gesundheit", sagt Romana Pollen und verweist auf wissenschaftliche Studien, nach denen die Naturerfahrung insbesondere bei psychisch angegriffenen Menschen den Selbstwert steigert, Stress lindert und eine positive Wirkung auf die Psyche zeigt. Was in der Schweiz und in Österreich schon länger praktiziert wird, bindet Romana Pollen ebenfalls in ihre Arbeit mit ein: Sie verlegt die Therapiegespräche in den Wald, wenn ihre Patienten das möchten.

Mit 35 Jahren, als ihre beiden Töchter aus dem Gröbsten raus waren, hat Romana Pollen sich entschlossen, eine Ausbildung als Heilpraktikerin für Psychotherapie zu beginnen. In dem Jurastudium, das sie zuvor absolviert hatte, sah sie keine Möglichkeit mehr, Menschen zu helfen, wieder gesund zu werden.

Als Therapeutin sucht sie nach neuen Ansätzen, damit ihre Patienten in einer Lebenskrise wieder Stabilität finden. Warum die Nachfrage nach Therapieplätzen groß ist, sieht sie in geänderten Gesellschaftsstrukturen: Vielen Menschen fehle heute die Möglichkeit, ein Problem loszuwerden: "Früher wurde vieles durch die Beichte abgegolten oder durch die Großfamilien aufgefangen." Ein weiteres Manko ist für sie die ständige Erreichbarkeit übers Handy. Ihr Tipp: "Schalten Sie das Gerät abends aus."

(drlp)
 
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