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Korschenbroich
Wenn der Küster zum "Azubi" wird

Korschenbroich. Theo Dahmen lernt, wie die Technik in der Kirche St. Pankratius gesteuert wird.

Viele blinkende Lämpchen, diverse Schalter, Knöpfe und ein Daten-Display: Wer hätte gedacht, dass hinter den Kulissen in der Glehner Pfarrkirche St. Pankratius so viel High-Tech verbaut ist? Küster Theo Dahmen hätte jedenfalls nicht erwartet, dass allein die Steuerung des Lichts mit einem eigenen Computer geregelt ist - auch wenn der 55-Jährige schon viele Kirchen von innen gesehen hat.

Mit Rat und Tat steht dem neuen Küster der Glehner Joachim Schröder zur Seite, der von Juli 2014 bis Januar dieses Jahres an den Wochenenden die Vorbereitungen für die heiligen Messen in der katholischen Kirche übernommen hatte und daher mit allem bestens vertraut ist. "Er ist ein guter Anleiter", sagt Theo Dahmen, der von St. Pankratius Glehn begeistert ist und sich zu allen Details Notizen macht.

"Es gibt viele Dinge, die vor einer Messe organisiert werden müssen. Nicht nur die Beleuchtung in der Kirche, sondern auch das Glockenläuten. Natürlich wird im Vorfeld auch das passende Gewand für den Priester herausgesucht - für jeden Anlass gibt es bestimmte Farben", sagt Theo Dahmen, der aktuell in Neuwerk lebt und von einer großen Ähnlichkeit zur dortigen Herz-Jesu-Kirche spricht. In der Fastenzeit sei das Priester-Gewand violett gefärbt, zu Hochfesten weiß, außerhalb der Fastenzeit grün, zu Pfingsten rot und bei Beerdigungen schwarz.

Doch damit nicht genug: Natürlich dürfen die sogenannte Stola und das Schultertuch ebenso wenig fehlen wie die Kerzen in der Kirche, der Kelch und die Hostien auf dem Altar.

"Je nach Fest werden auch die Glocken speziell geläutet", fügt Joachim Schröder hinzu. 21 unterschiedliche Läuteinstellungen stünden in St. Pankratius zur Verfügung. "Durch die moderne Technik sind seit einigen Jahren deutlich mehr Variationen und Kombinationen möglich", erzählt der Glehner, der seine Erfahrungen gerne an Theo Dahmen weitergibt: "Er schlägt sich sehr gut, nur manchmal hapert's noch bei besonderen Feiern", erzählt Schröder.

(cka)
 
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