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Korschenbroich
Wenn zwei Künstlerinnen mit Gestaltungselementen spielen

Korschenbroich. Die Ausstellung "Lichtgestalten" ist noch bis zum kommenden Sonntag in der Korschenbroicher Fotowerkstatt an der Steinstraße zu sehen.

"Lichtgestalten" heißt die aktuelle Ausstellung von Hilla Baecker und Renate Linnemeier. Diese vieldeutige Überschrift verspricht eine Ausstellung, bei der das Gestalterische ebenso im Vordergrund steht wie die Darstellung von Menschen. Dass sich Hilla Baecker, die ihre Fotowerkstatt auf der Steinstraße 6 für diese Ausstellung zur Verfügung gestellt hat, und Renate Linnemeier in ihrer Kunst dem Menschen zuwenden, war in letzter Zeit so selbstverständlich nicht.

Die Grenzen zwischen den Werken der beiden Künstlerinnen verschwimmen mitunter. Renate Linnemeier (56) aus Neuss, die sich eine Zeit lang auf Landschaften und Elemente von Architektur beschränkt hatte, rückt den Menschen wieder in den Mittelpunkt. Sie bedient sich dabei unterschiedlichster Techniken und Materialien, zeichnet mit der Feder, sprüht Farbe auf, greift zum Spachtel und zum Fotoapparat, wobei die Fotos als kleiner Mosaikstein im Bild kaum als solche zu erkennen sind.

Die Arbeiten von Renate Linnemeier spiegeln oft Tanz und Bewegung wider, die Frauen wirken wie Traumgestalten. Ihre Gesichter sind mal leer, dann aber auch wieder fein herausgearbeitet. Renate Linnemeier verfügt über einen großen Fundus an unterschiedlichsten Materialien, aus denen sie ihre Exponate zusammenstellt.

Hilla Baecker, die ihr Können als Fotografin auch in Kursen vermittelt, konzentriert sich jetzt auf das, was sie gelernt hat: Menschen zu fotografieren. So wie die Malerei von Renate Linnemeier angereichert ist mit Mustern und Materialien, so beziehen auch die aktuellen Fotos von Hilla Baecker ihren Charme durch eine Fülle von Gestaltungselementen.

So hat die Fotokünstlerin Ornamente über ihre Frauenporträts gelegt. Oft verschwimmt das Gesicht mit dem Hintergrund, weil dieselben Ornamente als verbindendes Element platziert wurden. Hilla Baecker verleiht vielen ihrer Fotos mehr als einen Hauch Romantik. Und das liegt nicht nur an den Motiven, sondern auch an der Art der Bearbeitung am PC. Neben attraktiven Models hat sie unter anderem verlassene Häuser, kurz bevor sie dem Braunkohletagebau weichen mussten, als idyllische Dorfschönheiten in Szene gesetzt.

Die Ausstellung ist noch bis Sonntag, 13. September, während der Geschäftsöffnungszeiten, zugänglich: von dienstags bis freitags, 9.30 bis 17 Uhr, samstags von 9.30 bis 13 Uhr, sonntags auf Anfrage unter der Rufnummer 02161 6985952.

(barni)
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