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Korschenbroich
Wettbüros werden künftig besteuert

Korschenbroich. Rat beschließt Satzung und hofft auf Jahreseinnahmen von bis zu 10.000 Euro.

Mit der Eröffnung eines Wettbüros im Hannen-Center haben Rat und Verwaltung eine neue Einnahmequelle ausgemacht. Wettbüros sollen in Korschenbroich künftig besteuert werden. Die Ratsmitglieder votierten einstimmig für die Einführung einer Wettbüro-Steuersatzung. Sie tritt zum 1. April in Kraft. Wie Kämmerer Thomas Dückers in der jüngsten Ratssitzung mitteilte, erwartet die Stadt über diese Steuer Einnahmen von bis zu 10.000 Euro. Die Steuer wird abhängig von der Größe des Wettbüros erhoben. Demnach sind monatlich 250 Euro pro angefangene 20 Quadratmeter Veranstaltungsfläche zu zahlen.

Besteuert werden laut Satzung "das Vermitteln oder Veranstalten von Pferde- und/oder Sportwetten in Einrichtungen, die neben der Annahme von Wettscheinen (...) auch das Mitverfolgen der Wettereignisse ermöglichen". Die Wettbürosteuer ist laut Verwaltungsvorlage eine örtliche Aufwandsteuer, die vom Wettbüro-Betreiber erhoben wird. In erster Linie soll sie dem Lenkungszweck dienen, das Glücksspiel einzudämmen. Und weiter heißt es: Sie soll der Ansiedlung weiterer Wettbüros entgegenwirken und dadurch die Spielsucht bekämpfen. Verwiesen wird darin auch auf Studien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Demnach weisen Wettbüros ein erhöhtes Suchtpotenzial auf, weil sie es den Kunden ermöglichen, das Ergebnis, auf das die Wette abgegeben wird, zu verfolgen.

(-wi)
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