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Korschenbroich
Winterdienst räumt weniger Straßen

Korschenbroich: Winterdienst räumt weniger Straßen
Mit Schneepflügen befreit der Winterdienst die Straßen von Schnee und streut Salz. Am Wochenende gab es schon die ersten Einsätze. FOTO: Reuter
Korschenbroich. Die Bürger müssen sich laut Straßenreinigungssatzung nun um mehr Flächen kümmern als bislang. Anliegerstraßen und Gewerbegebiete werden nicht mehr vom Schnee befreit. Damit spart die Stadt rund 25 Prozent bei Salz und Benzin. Von Christian Lingen

Wer Sonntagmorgen die Rollläden hochzog, der blickte auch in Korschenbroich auf winterlich anmutende Straßen. Das erste bisschen Schnee war gefallen. "Unser Winterdienst hat am Wochenende die ersten Einsätze für diesen Winter gefahren", sagt Johannes Günterberg, Koordinator und Landschaftsbau-Ingenieur bei der Stadtpflege Korschenbroich. Für die anstehende kalte Jahreszeit sieht er den Winterdienst der Stadt bestens aufgestellt. "Wir haben zwei Streu- und Räumfahrzeuge und drei Fußkolonnen, die im Stadtgebiet im Einsatz sind. In unserem Salzsilo lagern einhundert Tonnen Streusalz. Hinzu kommt eine Reserve von weiteren 150 Tonnen in Tausend-Kilo-Säcken", erklärt Johannes Günterberg. Sollte der kommende Winter ähnlich werden wie die vergangenen, werde das Salz reichen. "In den vergangenen Jahren haben wir es nie komplett aufbrauchen müssen", sagt Günterberg.

Während die beiden großen Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sind, kümmern sich die Fußkolonnen auch um die Gehwege, für die die Stadt als Anlieger verantwortlich ist. "Das betrifft zum Beispiel die Wege vor den Schulen", erklärt Johannes Günterberg. Doch nicht überall ist die Stadt der Anlieger. Auf den meisten Flächen sind das die Bürger. Und die sind in der Pflicht. Die Stadtpflege stützt sich auf die Reinigungspflicht gemäß der Straßenreinigungssatzung und ist damit für weniger Flächen zuständig als bislang. Die Fahrtrouten wurden von 73 auf 55 Kilometer verkürzt. Auf Anliegerstraßen, in Gewerbegebieten und an Sportplätzen verzichtet die Stadt ab diesen Winter auf den Schnee- und Räumdienst. Auf der Internetseite der Stadt können sich die Bürger darüber informieren, welche Aufgaben sie haben.

Dort heißt es, dass die Bürger außer an Kreis-, Landes- und Bundesstraßen dafür zuständig sind, "Geh- und Fußwege trotz Schnee und Frost benutzbar zu halten." Ist nachts Schnee gefallen, muss dieser werktags bis 7 Uhr beseitigt werden und an Sonn- und Feiertagen bis 9 Uhr - und zwar auf einer Breite von 1,50 Metern. Auf der Straße müsse loser Schnee entfernt und Streugut ausgebracht werden. Durch die Reduzierung der städtischen Zuständigkeit ergeben sich Einsparungen von rund 25 Prozent beim Verbrauch von Salz und Benzin.

Auf den Straßen, die in das Aufgabengebiet der Stadt fallen, ist ab 3 Uhr in der Nacht ein Kontrollfahrer unterwegs, der die Strecken überprüft und gegebenenfalls Schnee und Glätte an Kollegen der Rufbereitschaft meldet. "Im Laufe eines Winters haben wir mehr Einsätze wegen Glätte als wegen Schnee", sagt Johannes Günterberg. Täglich erhalte man genaue Wetterdaten vom Deutschen Wetterdienst und entscheide danach, ob am Folgetag ein Bereitschaftsdienst eingerichtet wird oder nicht. Diesen Dienst gebe es vom 1. November bis 31. März. Generell bedeute Schneefall einen größeren Aufwand für die Mitarbeiter des Winterdienstes.

"Für die nächsten Monate sehen wir uns gut gerüstet", sagt Günterberg. Man habe sich auf den Winter vorbereitet und könne alles Notwendige abrufen.

Quelle: NGZ
 
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