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Korschenbroich
Zweiter Überfall auf Tankstelle innerhalb einer Woche

Korschenbroich: Zweiter Überfall auf Tankstelle innerhalb einer Woche
Er wurde am 18. November Opfer eines Überfalls: André Kaiser. Am Samstag traf es seinen Kollegen. FOTO: Titz
Korschenbroich. Zwei Unbekannte haben am späten Samstagabend die Aral-Tankstelle an der Pescher Straße in Korschenbroich überfallen. Wie die Polizei mitteilte, betraten gegen 20.35 Uhr zwei maskierte Männer den Verkaufsraum und forderten die Tageseinnahmen.

Einer der Täter hatte einen sogenannten Taser, eine Elektroschockpistole, und bedrohte damit den 19 Jahre alten Aushilfstankwart. Der andere Räuber war mit einer schwarzen Pistole bewaffnet. Die erbeuteten Tageseinnahmen verstaute das Räuberduo in einer schwarzen Umhängetasche, bevor sie zu Fuß flüchteten.

Der Polizei liegt folgende Täterbeschreibung vor: Beide Männer, 20 bis 30 Jahre, waren mit schwarzen Sturmhauben maskiert. Der Pistolenträger sprach akzentfrei Deutsch, der mit dem Taser bewaffnete Täter trug die Umhängetasche, die auffällig weiße Streifen aufwies. Trotz intensiver Fahndung fehlt von den Tätern bis jetzt jede Spur.

Innerhalb von einer Woche wurde die Aral-Tankstelle im Korschenbroicher Ortsteil Pesch zum jetzt zweiten Mal Tatort eines Raubüberfalls. Beim ersten Überfall wurde André Kaiser (19) von einem maskierten Trio zur Herausgabe von Geld und Zigaretten gezwungen. Der Gymnasiast, der sein Taschengeld als Aushilfstankwart aufbessert, war am Samstag auf dem Weg zur Tankstelle, um seinen "Kumpel" abzuholen. Er traf zeitgleich mit der Polizei am Tatort ein: "Mein erster Gedanke: Nicht schon wieder ein Überfall." Kaiser, der am Sonntag schon wieder Tankstellen-Dienst machte, verdrängt das Erlebte vom 18. November. Sein Trost: "Wer eine Tankstelle überfällt, der will nur schnelles Geld."

Ob ein Zusammenhang zum ersten Überfall besteht, konnte Polizeisprecher Thomas Pilze am Sonntag nicht bestätigen: "Die Ermittlungen dauern an." Wer Hinweise auf die Täter geben kann oder verdächtige Beobachtungen gemacht, wird gebeten, sich bei der Kripo unter 02131-3000 zu melden.

(-wi)