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Krefeld
1000 Gäste beim ersten allgemeinen Fastenbrechen bei Türkischer Union

Krefeld. Der ersten Einladung der Türkischen Union zum öffentlichen Fastenbrechen, zu dem neben Muslimen nicht nur Gäste, Politiker und Vertreter der Religionsgemeinschaften, sondern alle Krefelder - unabhängig von Glaube, Herkunft und Nationalität - eingeladen waren, sind rund 1000 Menschen gefolgt. Eingeladen hatte die Union der Türkischen und Islamischen Vereine in Krefeld und Umgebung e.V, kurz Türkische Union genannt. Von Jens Voss

In seinem Grußwort nannte Mesut Akdeniz, Vorsitzender der Türkischen Union, die Armenien-Resolution des Bundestages bedauerlich, verurteilte aber gleichzeitig die Bedrohung türkischstämmiger Abgeordneter. "Politische Auseinandersetzungen müssen sachlich und vernünftig geführt werden. Hetzerische Diffamierungen, Gewaltbereitschaft und entmenschlichende Anfeindungen sind keine legitimen Mittel, um in einer demokratischen Gesellschaft Konflikte und Meinungsverschiedenheiten auszutragen", sagte er, "niemals dürfen wir es zulassen, dass Meinungsverschiedenheiten zu Hass führen, der uns verblendet und zur Gewalt verleitet".

Akdeniz zitierte den Koran, um seine Haltung zu begründen: "Nicht gleich sind die gute Tat und die schlechte Tat. Wehre mit einer Tat, die besser ist, die schlechte ab, dann wird derjenige, zwischen dem und dir Feindschaft besteht, so, als wäre er ein warmherziger Freund." (Sure 41, Vers 34). Das sei "die bestimmende Handlungsanweisung für eine Gemeinschaft - und nicht gesellschaftliche Trennung und Anfeindung", betonte Akdeniz, "deshalb verurteilen wir jede öffentliche Schmähung, jeden Aufruf zu Hass und Gewalt".

Die allgemeine Einladung zum Iftar-Essen wollte er dann auch als Ausdruck dafür verstanden wissen, "dass wir Krefeld sind. Wir leben in Krefeld und wir gehören zu Krefeld, mit unserer Herkunft und unserer Religion. Mit unserem Tee und unserem Minarett. Wir sind in Krefeld zu Hause". In Krefeld leben rund 25.000 Muslime.

Quelle: RP
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