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Krefeld
15 Krefelder Sportler fahren im August zu den Olympischen Spielen nach Rio

Krefelder bei Olympia
Krefelder bei Olympia FOTO: Lammertz, Thomas
Krefeld. Die Seidenstadt meldet einen Rekord: So viele Nominierungen wie in diesem Jahr gab es bislang noch nicht an Sportlern und Funktionären, die aus Krefeld kommen oder für hiesige Clubs aktiv sind. Acht davon vertreten Deutschland. Von Oliver Schaulandt

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat am Dienstag in seiner dritten Nominierungsrunde seinen Kader für die Olympischen Spiele in Rio offiziell bekannt gegeben. Zwar fehlen noch die Handballer, die Fußballer (folgen am Donnerstag) und Reiter (Nominierung nach dem CHIO), aber schon jetzt steht fest: Olympia ist ein Stück weit auch in Krefelder Hand. Gleich 18 Sportler und Funktionäre aus der Seidenstadt sind bei den Olympischen Spielen, die vom 5. bis 21. August in Rio ausgetragen werden, am Start - Rekord für Krefeld. Zum Vergleich: Unsere Nachbarstadt Mönchengladbach stellt, trotz rund 35.000 Einwohnern mehr, nur einen Athleten: Judoka Marc Odenthal.

Allerdings gehören nicht alle Sportler auch dem deutschen Aufgebot für Rio an. Acht Sportler gehen für ihr Land an den Start oder sind, wie der in Belgien geborene, aber in Krefeld lebende und arbeitende Dressurtrainer Jean Bemelmans, als Trainer für ein Land dabei - in seinem Fall als Trainer der spanischen Dressurequipe.

Den größten Anteil stellen die Hockeyspieler. Gleich sieben Spieler aus Krefeld sind in Rio dabei: Oskar deecke, Linus Butt (holten beide schon Gold in London 2012), Niklas Wellen und Timur Oruz bei den Männern, bei den Frauen spielen Anne Schröder und Selin Oruz für Deutschland. Hinzu kommt der Ire Ronan Gormley, der beim Crefelder HTC in der Hockey-Bundesliga spielt. Dann folgen die Tennisspieler in den Diensten des HTC Blau-Weiß Krefeld, der momentan in der Tennis-Bundesliga als Tabellendritter eine prima Saison spielt. Paolo Lorenzi schlägt in Rio für Italien auf, für Argentinien spielt Guido Pella im Einzel und Maximo Gonzalez im Doppel. Ebenfalls drei Vertreter aus Krefeld betreiben Dressursport: Neben Jean Bemelmans sind das noch Borja Carrascosa (Spanien) und Yvonne Lossos de Muniz (Dominikanische Republik), die beide auf Gut Auric beschäftigt sind.

Auch ein echter Goldmedaillengewinner und somit sozusagen Titelverteidiger kommt aus Krefeld: Bahnradfahrer Philip Hindes ist in der Seidenstadt geboren, startet aber für England. Und noch zwei weitere Sportler gehen mit Medaillenambitionen in London an den Start: Ruderin Lisa Schmidla und Ringerin Aline Focken.

Als Funktionärin wird wahrscheinlich Nicole Grigat mit nach Rio fliegen: Sie ist Anti-Doping-Beauftragte des Deutschen Hockey.-Bundes (DHB) und gehört nach DHB-Angaben dem deutschen Hockey-Team an. Und einen weiteren Trainer gibt es noch, der ein klein wenig aus der Reihe fällt: Christoph Müller. Der Hülser ist nämlich in seiner Eigenschaft als Bundestrainer im Rollstuhltennis mit von der Partie bei den Paralympischen Spielen (Paralympics), die erst im Anschluss an die Olympischen Spiele vom 7. bis 18. September ausgetragen werden - an gleicher Wettkampfstätte übrigens.

In der Bilderstrecke stellen wir alle Krefelder vor, die in Rio dabei sind.

Quelle: RP
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