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Krefeld
150 Jahre Kirchenchor St. Cyriakus

Krefeld: 150 Jahre Kirchenchor St. Cyriakus
Zum Jubiläum schenken sie dem Chor von St. Cyriakus Musik: Christa Wulff, Vorsitzende des Kirchenchors, Pfarrer Paul Jansen, Kantor Matthias Zangerle, Professor Ute Büchter-Römer und Michael Rotthoff von der Sparkasse. FOTO: T. Lammertz
Krefeld. Ein richtiges Jubiläum soll man auch richtig feiern, man darf sich aber auch feiern lassen. Beides findet im 150. Jahr des Kirchenchores der Hülser Pfarre St. Cyriakus in eindrucksvoller Fülle statt. Von Gert Holtmeyer

Schon jetzt freuen sich Chorvorsitzende Christa Wulf und Chorleiter Matthias Zangerle auf den 6. November, wenn Mendelssohns Elias aufgeführt wird. Zuerst aber freuen sie sich auf den 29. Mai, wenn sie beim "Wandelkonzert" einfach nur zuhören dürfen.

Für dieses Konzert liegt ein Konzept vor, das die Aufmerksamkeit der Krefelder Sparkassen-Kulturstiftung auf sich zog. Auf ihre Zusage, 65 Prozent der Gesamtkosten zu übernehmen, brauchte der Chor als Veranstalter nicht lange zu warten.

Den Begriff "Wandelkonzert" darf man örtlich und musikalisch nehmen. Zum Thema "Das Lied in seiner Internationalität und Vielfalt" finden an einem Nachmittag an drei Orten hintereinander drei Konzerte von etwa. 40 Minuten statt. Das geht natürlich nur, weil diese drei Orte eng beieinander liegen und die Fußwege dazwischen nicht länger als fünf Minuten dauern. Gehetzt wird keiner.

Für die organisatorische und die inhaltliche Konzeption zeichnet Ute Büchter-Römer verantwortlich. Der emeritierten Professorin für Musikpädagogik an der Universität Köln und ausgebildeten Sängerin liegt die Liedpflege sehr am Herzen.

"Wandel" gibt es in der Geschichte des Liedes reichlich. Das Volkslied wurde im 18. Jahrhundert idealisiert, im 19. ideologisiert und im 20. Jahrhundert von den Nazis übel missbraucht. Das Kunstlied findet zwar in kultivierten Kammerkonzerten immer noch sein Publikum. Aber um ihm neue Freunde zuzuführen, müssen ausgetretene Pfade verlassen werden. "Auf die Unterscheidung von Volks- und Kunstliedern", sagt Büchter-Römer, "können wir getrost verzichten."

Los geht es am Sonntag, 29. Mai um 15 Uhr in der Konventskirche mit Liedern "der Renaissance und mehr". "Kunst- und Volkslied" sind um 16.15 Uhr im Heinrich-Joeppen-Haus zu hören, und um 17.30 Uhr heißt es in der Pfarrkirche "Chormusik". Die Lieder kommen aus aller Herren Länder. Russische Volkslieder sind genau so dabei wie amerikanische Gospels, Chormusik aus Schweden ebenso wie aus Slowenien, Österreich, Deutschland, Norwegen, Frankreich und England.

Ausführende sind unter anderem die Sängerin Linda Hergarten sowie Studierende und der Kammerchor der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf unter der Leitung von Professor Steffen Schreyer.

Ein Vorverkauf ist nicht vorgesehen. Die Karten (15 Euro, ermäßigt 10 Euro) werden vor dem ersten Konzert in der Konventskirche verkauft und gelten für den ganzen Nachmittag.

Dreiteiliges Wandelkonzert am Sonntag, 29. Mai, 15 Uhr Konventskirche, 16.15 Uhr, Heinrich-Joeppen-Haus, 17.30 Uhr St. Cyriakus.

Quelle: RP
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